091125SchoppingHarburg - Für hitzige Diskussionen in der Bezirksverammlung sorgte Der Linke Abgeordnete Klaus Lübberstedt. Er machte in der aktuellen Stunde das Late-Night-Shoppen am kommenden Sonnabend im Phoenix-Center zum Thema.

Soziale Ungerechtkeit den Mitarbeitern gegenüber wirft er den außergewöhnlichen Öffnungszeiten bis Mitternacht vor. "So werden die Mitarbeiter im Einzelhandel ausgenutzt", sagt der Abgeordnete und stieß dabei nicht nur auf Zustimmung. Zwar sehe auch die SPD Fraktion ein Problem des Ladenschlußgesetzes, dieses aber nur anhand des Beispiels Phoenix-Center zu nennen, sei nicht tragbar. "Wir wollen den Kunden zeigen, dass es keinen Bedarf für solch lange Öffnungszeiten gibt, egal ob bis 24 Uhr oder 22 Uhr", erklärt Fraktionsvorsitzender Jürgen Heimath von der SPD.

 

Für Kopfschütteln sorgte Der Linke Fraktionsvorsitzende Dr. Ali Yardim. Die Arbeit dürfe nicht auf den Schultern der Arbeitnehmer ausgetragen werden. Der Unternehmer dahinter - gerade im Einzelhandel - arbeite schließlich gern. "Selbstständige haben Spaß an ihrer Arbeit. Die können auch mal länger arbeiten." Diese Aussage stieß besonders bei Rainer Bliefernicht (CDU) auf Widerspruch. "Das Ladenschlußgesetz ist ganz klar definiert", sagt er. Der Einzelunternehmer selbst stünde oft zwölf Stunden lang in seinem Geschäft, während der Mitarbeiter bereits lange Feierabend habe. Da sei das Ladenschlußgesetz und der Mitarbeiterschutz ganz klar definiert. "Ich habe mich selbst im Phoenix-Center bei den Mitarbeitern informiert. Es gibt dort Listen, in denen sich die Angestellten eintragen können, wenn sie in der verlängerten Öffnungs-Zeit arbeiten möchten", sagt Bliefernicht. (jojo)