KraftwerkMoorburg6Moorburg –  Zwei qualmende Hotspots in den Kohlespeichern des Kraftwerks Moorburg und gleich nebenan in der Holborn-Raffinerie ein Feuer in der Entschwefelungsanlage: Erst

haben die anrückenden Feuerwehren die Anwohner in Angst und Schrecken versetzt, danach sorgten die Vorfälle für jede Menge Gesprächsstoff: Wie gefährlich sind die Anlagen wirklich? Was kommt da noch alles auf uns zu?

Die beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Brigitta Schulz und Matthias Czech wollen die Wogen glätten und fordern einen offenen Dialog zwischen den Betreibern und der Moorburger Bevölkerung. Vor allem das Kohlekraftwerk wollen sie künftig besonders aufmerksam im Auge behalten.

Die Ursache für die Hotspots in den Kohlehalden sei bekannt. Wegen der Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Kraftwerks habe die Kohle unplanmäßig lange liegen müssen. Dies führe zu Oxydationen – dabei entstehe Wärme, die durch den Druck innerhalb der Halde noch zusätzlich „befeuert“ wird.

Ungewöhnlich seien solche Hotspots nicht. So habe es im Kraftwerk Tiefstack in den vergangenen 15 Jahren drei vergleichbare Vorfälle gegeben. In Moorburg sei es nach Angaben von Betreiber Vattenfall einzig und allein ein Startproblem, später könne es überhaupt nicht zu längeren Lagerzeiten der Kohle kommen. Birgitta Schulz ist sicher, dass der Betreiber und die Einsatzkräfte die Vorfälle „jederzeit voll im Griff hatten“. ag