130518KatSchuNeugraben – Schulgelände zu Bauland machen und einen satten Gewinn einstreichen. Die Variante hält der Bügerschaftsabgeordnete André Trepoll (CDU) offenbar für

ein mögliches Motiv des Katholischen Schulverbandes, der große Teile der Katholischen Schule Neugraben aufgeben will. Deshalb fordert Trepoll. “Einer möglichen Gewinnspekulation des Schulträgers, durch einen Verkauf mit einer anderen Nutzung, sollte man von vornherein einen Riegel vorschieben.“

Am Zug sei jetzt laut Trepoll die SPD. Sie müsse klar Position beziehen und entsprechende Schritte einleiten.‬

‪Der Verdacht Trepolls ist nicht ganz unbegründet. In der Antwort des Senats auf seine Kleine Anfrage zu der geplanten Schließung der Katholischen Schule Neugraben, ist zu lesen, dass das Gelände zwar lange genutzt, aber vor erst relativ kurzer Zeit vom Katholischen Schulverband für 5,6 Millionen Euro  erworben wurde. Seit September 1999 ist das gesamte Areal angemietet. Aber erst seit dem 29. Juli 2010 ist der Katholische Schulverband Eigentümer des Areals, das bereits knapp zwei Jahre vorher in seinen Besitz übergegangen war.

Wofür man den Kaufpreis investierte, wusste man sehr genau. Selbst wenn man als Mieter vorher nicht so genau hingeschaut haben sollte, hat sich der Katholische Schulverband, so die Antwort des Senats, laut Kaufvertrag „ vor Abschluss des Vertrages über den Zustand des Grundstücks und der sich darauf befindlichen Baulichkeiten informiert“. Viel investiert wurde nicht. Rund 180.000 Euro steckte der Katholische Schulverband seit 2008 in seinen Neuerwerb. Dazu gehörten neue Fenster und Türen für die Hausmeisterwohnung und eine komplette neue Schließanlage‬.

‪Die Befürchtung, dass mit dem Gelände spekuliert werden soll, nährt der Katholische Schulverband selbst. In einer Anfang Juni von den SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Brigitta Schulz und Matthias Czech heißt es zur Frage über die zukünftige Nutzung: “Nach Auskunft des Katholischen Schulamtes soll über die weitere Nutzung des Geländes und der für den Schulbetrieb nicht mehr geeigneten Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.“‬

Eine Brachfläche wird das Grundstück an der Cuxhavener Straße sicher nicht werden. So könnte, so Trepolls Befürchtung, aus günstig erworbenem Schulgelände, teuer zu verkaufendes Bauland werden.‬ zv