130618PhCentHarburg –  Eigentümer und Betreiber des Phoenix-Centers legen 1,5 Millionen Euro auf den Tisch und bekommen dafür die politische Zustimmung für ein Planverfahren, an dessen

Ende die Vergrößerung der Verkaufsfläche um knapp zehn Prozent stehen soll. Das ist der Deal, dem die Mehrheit im Stadtplanungsausschuss zugestimmt hat.

Wofür die 1,5 Millionen Euro von der Immobilien-KG FEZ Harburg und der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG verwendet werden und was noch alles die dringend notwendige Vernetzung des Centers mit der Fußgängerzone stärken soll, wird in einem Durchführungsvertrag  festgehalten, den Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Baudezernent  Jörg Penner mit ECE und FEZ ausgehandelt haben. Muammer Kazanci (SPD), Vorsitzender der Stadtplanungsausschusses, bestritt zwar zunächst  die Darstellung von harburg aktuell, dass er  an den Verhandlungen teilgenommen habe, später sagte er allerdings, er habe Gespräche mit der ECE geführt und „die Verhandlungen maßgeblich begleitet“.

Und das sind die wesentlichen Eckpunkte für den Durchführungsvertrag, der noch ausformuliert werden muss:

1. Die ECE darf künftig keinem neuen Mieter verbieten, eine weitere Filiale mit dem gleichen Namen in der Harburger Innenstadt zu betreiben. Ausnahmen sind im Einzelfall allerdings weiterhin zulässig.

2. Die ECE wird den Ausgang des Centers zur Moorstraße architektonisch „akzentuieren“ (zum Beispiel mit einer Info-Steele und Lichtelementen).

3. Zur Stärkung der Vernetzung zwischen Phoenix-Center und Fußgängerzone soll der Weg über Seevepassage und Gloria-Tunnel aufgewertet werden. Dafür spendiert die FEZ 1,225 Millionen Euro. Es soll seitens der ECE auch schon „Ideenskizzen“ eines Konzeptes für die Aufwertung geben, Details sind indes noch nicht bekannt.

4. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Business Improvement Districts (BID), des City-Managements, der Süderelbe AG und der ECE soll den Branchenmix in der Lüneburger Straße verbessern und dabei vom Knowhow der ECE profitieren. Allerdings übernimmt ein externer Dienstleister die Vermietung. Die ECE unterstützt die Projektgruppe mit einer Einmalzahlung von 200.000 Euro.

5. Von den insgesamt 1,5 Millionen Euro sollen auch „verkehrliche Maßnahmen“ wie die Anpassung des Parkleitsystems und die Aufwertung des Ausgangs Moorstraße bezahlt werden.

Jörg Penner war so ehrlich, dass er auch jene Forderungen erwähnte, die der Bezirk nicht durchsetzen konnte – zum Beispiel die Begrenzung der Shop-Anzahl im Erweiterungsbau („Das kann man nicht belastbar  formulieren.“), die Öffnung der Läden zur Moorstraße hin, um eine einladendere Fassade zu bekommen („Das ist auf Grund der Höhenunterschiede nicht möglich.“) und eine Vereinbarung über die Finanzierung des City-Managements („Im Grundsatz besteht aber die Bereitschaft.“) ag