130528StoeverHarburg –  Als hätte sie nicht schon genug um die Ohren: Birgit Stöver, Produktionsleiterin eines pharmazeutischen Betriebs, Mutter von drei kleinen Kindern,

CDU-Bürgerschaftsabgeordnete, Parlamentarische Geschäftsführerin und Fachsprecherin für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit hat ab 1. Juni eine weiter Aufgabe. Die Fraktionsspitze hat die 42-Jährige Harburgerin gebeten, auch noch gesundheitspolitische Sprecherin zu werden.

Stress? Birgit Stöver sieht das ganz entspannt. Ein bisschen Organisation gehöre dazu. Seit März 2008 ist sie Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, und seither geht es nach oben. Vor gut einem halben Jahr war sie intern sogar schon als Bundestagskandidatin für Harburg im Gespräch. Birgit Stöver: „Dass man mich für geeignet hält, ehrt mich natürlich. Aber mit drei kleinen Kindern ist das nicht zu verantworten.“ Also unterstützt sie jetzt nach Kräften Herlind Gundelach.

Und was ist beim nächsten Mal? Gibt es keine Überraschungen, wäre die nächste Bundestagswahl dann 2017. Aber das wäre ihr wegen der Kinder auch noch zu früh, vielleicht danach. Das klingt tatsächlich alles völlig entspannt.

Ein letzter Versuch, noch mal ein wenig politischen Konfliktstoff zu konstruieren: gesundheitspolitische Sprecherin? Da war doch was! Richtig: Harald Krüger, DRK-Kreisgeschäftsführer in Harburg, war doch gesundheitspolitischer Sprecher, bevor er völlig überraschend bei der Wahl im Februar 2011 aus der Bürgerschaft flog. Und spürbar getroffen war. Ist Birgit Stövers neues zusätzliches Amt nicht eine kleine Spitze in Richtung Krüger, den lokalen Rivalen um ein Bürgerschaftsmandat in zwei Jahren?

Nein, auch hier winkt Birgit Stöver ab. Sie habe das alles mit Krüger vorher besprochen. Und es sei auch völlig klar, dass er das Amt wieder übernehme, wenn er wieder in die Bürgerschaft komme. Eine Rivalität zu Krüger sieht sie nicht: „Vielleicht wird ja einer von uns auf der Landesliste abgesichert.“ So einfach ist das manchmal. ag