130212SarrazinHarburg – Nun haben auch die Grünen ihren Bundestagskandidaten. Es ist Manuell Sarrazin. Einstimmig wurde er auf der Wahlkreisversammlung der Partei

zum Direktkandidaten gewählt. Der 31-Jährige ist ein Berufspolitiker, der 2001 am Friedrich-Ebert-Gymnasium sein Abitur machte und seitdem studiert. In den Bundestag kam er 2008 als Nachrücker für Anja Hajduk.

 

Eine realistische Chance auf ein Direktmandat hat er nicht. Sarrazin dürfte aber über die Landesliste, für die er sich für Platz zwei beworben hat, erneut nach Berlin kommen.

Sarrazin will in Berlin bundespolitische Entscheidungen „im Sinne des Wahlkreises verändern“. Dazu gehören für ihn der Schutz vor Verkehrslärm von Schiene und Straße und der „Kampf gegen Vattenfalls Umgang mit den Schrottreaktoren in direkter Nähe zum Wahlkreis“.

Aber auch seine bundespolitischen Fachthemen "Europa" und der "Euro" haben für ihn eine wichtige Bedeutung für den Wahlkreis Bergedorf-Wilhelmsburg-Harburg. „Nur mit einem funktionierenden Binnenmarkt und mehr europäischer Solidarität wird Hamburg, das besonders von der Entwicklung der europäischen und der Weltwirtschaft abhängig ist, seinen Wohlstand bewahren können“, sagt Sarrazin. „Als Europapolitiker bin ich überzeugt: Es kann uns nicht gut gehen, wenn es unseren Nachbarn nicht gut geht.“ zv