FischerRalfDieterHarburg - Nun geht also Metin Hakverdi für die SPD ins Rennen nach Berlin. In dem einen oder anderen Harburger CDU-Ortsverband war schon Jubel ausgebrochen, als man vom Ergebnis der Kandidatenkür im

Bergedorfer Lichtwark-Haus hörte. Einige halten Hakverdi tatsächlich – warum auch immer – für den leichtesten Gegner.

Auch wenn bei der CDU jetzt Hoffnung aufkeimt, den südlichsten Hamburger Wahlkreis zum ersten Mal zu gewinnen, will sich die Partei mit der Nominierung ihres Kandidaten noch Zeit lassen. „Wir werden das Anfang Februar in einer Wahlkreis-Mitgliederversammlung entscheiden“, sagt Harburgs CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer (Foto).

Und er kann sich einen wahlkämpferischen Seitenhieb auf den größten Gegner nicht verkneifen: „Im Gegensatz zur SPD geht es bei uns zutiefst basisdemokratisch zu. Bei denen dürfen nur ein paar Delegierte entschieden, bei uns alle Mitglieder aus Harburg, Wilhelmsburg und Bergedorf.“

Fischer selbst bereitet die Versammlung vor und soll sie auch leiten. Der Landesvorstand habe ihn darum gebeten, vorher allerdings habe er gefragt, ob etwas dagegen spreche, dass Fischer verantwortlich für die Versammlung ist. Fischer: „Nein, denn ich werde ganz bestimmt nicht für den Bundestag kandidieren.“

Damit ist das schon mal klar. Es gab immer wieder Spekulationen, ob der mächtige Kreischef in letzter Sekunde doch noch seinen Hut in den Ring wirft. Wie harburg - aktuell schon im September berichtet hat, spricht vieles für Ex-Senatorin Herlind Gundelach aus Wilhelmsburg. Sie hat sich auch schon für eine Kandidatur bereit erklärt. „Damit ist sie aber noch lange nicht unsere Kandidatin“, sagt Fischer. Es könne jederzeit – auch erst bei der Wahlkreis-Mitgliederversammlung im Februar – ein Überraschungskandidat seinen Hut in den Ring werfen.

Heute tagt der Harburger CDU-Kreisausschuss im „Landhaus Jägerhof“. Dann soll zwar über die Kandidatenkür gesprochen werden, einen Entscheidung fällt da aber nicht. Fischer: „ Es geht lediglich um ein Stimmungsbild.“ ag