120320SellmannHarburg Die Gegend rund um die Wohnunterkunft an der Wetternstraße ist kein Kriminalitätsschwerpunkt. Das hat Polizeidirektor Günter Sellmann, Leiter des Harburger Polizeikommissariats 46, mit Zahlen aus

der Einsatzdokumentation seiner Wache belegt. Im gesamten Bereich des PK 46 habe es im vergangenen Jahr rund 29.000 Einsätze gegeben, in nur 15 Fällen wurde die Polizei in den Bereich Wetternstraße gerufen.

Sellmann wies im Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr allerdings auch darauf hin, dass es sich um eine reine Statistik handele. Er könne ein „subjektives Gefühl der Unsicherheit“ bei den Anwohnern nicht ausschließen. Der SPD-Bezirksabgeordnete Michael Dose nahm Sellmanns Bericht dennoch mit Genugtuung zur Kenntnis: „Wir sind sehr beruhigt. Es wurde keine besondere Kriminalität nachgewiesen.“

Die Mitglieder der „Bürgerinitiative Wetternstraße, Zehntland und Flutende“ staunten über die Zahlen. Einige von ihnen sind schon Opfer von Straftaten geworden, die meisten fühlen sich verunsichert, wenn ihnen in ihrem Garten nachts plötzlich fremde Personen begegnen. BI-Sprecherin Iwona Mazurkiewicz gab allerdings auch zu, dass sich die Situation in den letzten Wochen gebessert habe: „Seit Fördern & Wohnen einen Wachdienst für die Wohnunterkunft eingesetzt hat, leben wir fast wie im Paradies.“ Sie hoffe nun auf eine Verlängerung des Wachdienstes. Bisher sei geplant, diesen im April wieder einzustellen. mz