120319TrepollBerlin - "Ich habe die Wahl des Bundespräsidenten als sehr aufregendes Ereignis erlebt, denn schließlich macht man das nicht alle Tage", heißt es in der Pressemitteilung des Bürgerschaftsabgeordneten der CDU,

André Trepoll, der auch der Vorsitzende der CDU Süderelbe ist. Das ist natürlich sehr kurz erzählt.

 

Hier sein ausführlicherer Bericht: Angereist war er schon am Sonnabend. "Ich bin mit dem Auto gefahren und habe die Bundespräsidentenwahl gleich mit einem Besuch bei meinen Schwiegereltern verbunden", verrät Trepoll.

Am Sonnabend ging es dann aber auch gleich los. Zählappell war angesagt. So wurde überprüft, ob auch alle Wahlberechtigten da waren. "Es ist schon unglaublich, was da für eine Menge an Personal zur Verfügung stand", so Trepoll. An dem Tag traf er auch Bundeskanzlerin Andrea Merkel. "Es war schon toll wie entspannt und locker sie war." Abends dann der Empfang im Adenauerhaus am Tiergarten, der markanten Bundesgeschäftsstelle der CDU.

Am Sonntag war dann ein Gottesdienst angesetzt. "Ich bin dann zur Bundespräsidentenwahl sehr pünktlich zum Reichstag gefahren", so Trepoll. Dort musste er durch eine Schleuse ins Gebäude. Dabei gab es auch einen speziellen Ausweis für die Wahlberechtigten. "Vor der Wahl habe ich die Kanzlerin noch einmal im Fraktionssaal getroffen." Anschließend ging es in den Plenarsaal. Dort war alles für die Wahl umgebaut worden. "Die Tische hatte man rausgenommen und mehr Stühle bereit gestellt", so Trepoll.

Die Wahl selbst ging recht flott. "Nach zweieinhalb Stunden war alles vorbei. Man wurde namentlich aufgerufen und ging dann zu der Wahlkabine, die einen extra Vorhang hatte, damit niemand einen bei der Stimmabgabe beobachten konnte. Davor war noch eine kleine Schlange."

Aus seiner Wahl machte Trepoll kein Geheimnis. Er war einer der 991 von 1.228 Wahlberechtigten, die ihre Stimme Joachim Gauck gaben. "Ich habe dann im Plenarsaal auf das Ergebnis gewartet." Anschließend ging es noch einmal in den Fraktionsebene, wo sich die Politiker beim Buffet von Feinkost-Käfer von den Strapazen der Wahl erholen konnten. "Dort habe ich dann noch einige Hamburger Kollegen wie den Hamburger SPD-Fraktionschef Andreas Dressel oder seine Kollegin von der FDP, Katja Suding getroffen." Trepolls Resümee: "Es war ein spannendes Wochenende. Aber vieles wirkt im Reichstag nicht so imposant wie es manchmal im Fernsehen rüberkommt."

Das Trepoll überhaupt als Wahlmann nach Berlin durfte, hat er dem Losglück zu verdanken. Die Hamburger Fraktion hatte drei Wahlberechtigte entsenden dürfen. Der Fraktionsvorsitzende war gesetzt. Die beiden anderen Plätze wurden ausgelost, wobei die Frauenquote 50 Prozent betrug. So war Trepoll einer von zwölf Namen, die im "Männertopf" gelandet waren, aus dem er gezogen wurde. zv