100718StimmzettelHarburg - Der neue Zuschnitt der Wahlbezirke für Harburg ist beschlossene Sache. SPD und CDU einigten sich auf zukünftig acht Wahlbezirke. Der entsprechende Antrag soll jetzt eingebracht werden.  Geärgert haben sich

die kleineren Parteien GAL und FDP. Sie hätten lieber sechs Wahlbezirke gehabt. Das Argument der "Großen": Man hätte zahlreiche der 17 zum Bezirk gehörenden Stadtteile "zerschneiden" müssen. So sind nur die Bewohner von Neugraben-Fischbeck auf zwei Wahlbezirke verteilt.

 

Das Problem der kleineren Parteien: sie haben oft nur wenig Mitglieder in den einzelnen Wahlbezirken. Die haben damit demnächst viel mehr Macht. Denn nur die in den betreffenden Wahlbezirken wohnhaften Parteimitglieder entscheiden über die Aufstellung der Kandidaten im jeweiligen Wahlbezirk, die um ein Direktmandat kämpfen.

Praktisch wird das jedoch wenig Auswirkung haben. Realistisch könnten von den bei der nächsten Wahl 30 direkt in die Bezirksversammlung gewählten Politiker lediglich vier durch die kleinen Parteien gestellt werden. SPD und CDU werden da eher Probleme bekommen. Die Zahl der über die Liste ins Bezirksamt einziehenden Abgeordneten wird nicht nur geringer. Durch ein kompliziertes Verfahren können auch Kandidaten von hinteren Listenplätzen an vor ihnen gesetzte Kandidaten vorbeiziehen.

Damit sind die früher sicheren Listenplätze nicht mehr so sicher. zv