111025FlaecheHarburg - Die Weichen für das Containerlager Lewenwerder sind gestellt. Im Sozialausschuss hat die SPD für die Einrichtung der 110 Plätze auf der Freifläche (Foto) an der Straße Lewenwerder votiert. Unterstützt wurden sie

von den Linken. „Der Versuch der Hamburger Fachbehörde und der Harburger Verwaltung, ein transparentes Anhörungsverfahren durchzuführen an dessen Ende eine einvernehmliche Lösung steht, ist gescheitert“, sagt dazu der FDP-Fraktionsvorsitzende Carsten Schuster.

Ständig wechselnde Vorlagen, unterschiedliche Angaben über die Anzahl benötigter Plätze und widersprüchliche Aussagen von Vertretern der Behörde und von dem Betreiber der Unterkünfte fördern und wohnen, hätten alle auf Trab gehalten aber weder Vertrauen noch Akzeptanz geschaffen.

Schuster: "Zurückgeblieben sind viele offene Fragen auf die es auch auf Nachfrage keine Antworten gab." Vor wenigen Tagen hätte man noch 110 Containerplätze in der Wetternstraße zusätzlich schaffen wollen, um dann einzusehen, dass die Form und der Standort nicht mit einer sozialen Verträglichkeit in Einklang zu bringen sind.

„Der Forderung nach kleinen Einheiten, die eine sozialverträgliche Lösung ermöglichen, konnte und wollte man nicht folgen.“ Stattdessen wurde immer wieder darauf verwiesen, sofort und möglichst viele Wohnungslose an einem Ort unterbringen zu wollen", sagt Schuster.

Intern wird der Standort ohnehin als "Taschenspielertrick" gesehen. Es wird gemunkelt, dass die Container eine billige und schnell zu realisierende Übergangslösung sind, die eine Überbrückung bilden bis die Wetternstraße fit gemacht ist, um mehr Obdachlose aufzunehmen. Vor allem Zuwanderer aus Südosteuropa oder Flüchtlinge aus Afghanistan dürften dort untergebracht werden. zv