111011GloriatunnelHarburg- Nach endlosen Diskussionen wird jetzt Hand angelegt: Der Bezirk will den "Schmuddel-Tunnel" zwischen Seevepassage und Lünerburger Straße endlich auf Vordermann bringen. In der nächsten Woche wird eine

Sonderreinigungsgruppe aktiv, die unter anderem Bänke und Stühle vor dem Eingang des Tunnels abmontieren wird, welche zurzeit von der dort ansässigen Trinkerszene besetzt werden. An vielen Tagen sind dort große Gruppen anzutreffen, die Alkohol konsumieren und ein hohes Aggressionspotenzial zeigen.

Damit soll jetzt Schluss sein. Doch nicht nur in Sachen Trinker-Gemeinde geht es vorwärts. Auch die Umgestaltung des verwahrlosten Tunnels, der dreckig ist und in dem es stark nach Urin stinkt, nimmt Konturen an. Vor zwei Wochen wurden im Stadtplanungsausschuss erste Entwürfe der Architekten Gössler Kinz und Kreienbaum präsentiert.

Der darin enthaltende Zwölf-Punkte-Plan soll nach dem Geschmack der Politik so schnell wie möglich umgestzt werden. Die einzige Hürde stellt bisher noch die Finanzierung dar, denn für die Renovierung des Tunnels sind insgesamt 300.000 Euro nötig. Bisher hat der Bezirk aber "nur" 150.000 Euro zusammen.

Ein Bericht in der Taz hatte für Verwirrung gesorgt. Dort wurde Torsten Meinberg mit der Aussage zitiert, dass die Finanzierung steht. Das Dementi folgte allerdings schnell. Der Bezirksamtsleiter erklärt: "Da bin ich falsch wiedergegeben worden. Ich habe lediglich gesagt, dass man das nötige Geld zusammenkriegen sollte."

Geht es nach Jürgen Heimat soll die Renovierung an dem fehlenden Betrag nicht scheitern."Der Tunnel ist ein Vermächtnis der schwarz-grünen Regierung. Das dort etwas gemacht werden muss, wissen wir. Und wir gehen das jetzt an. Der Durchgang muss hell, freundlich und sicher werden", so der Vorsitzende der SPD-Fraktion. Auf die Frage, wann die Planungen konkret umgesetzt werden, antwortet er Politiker-like: "Ich kann Ihnen versprechen, dass wir im nächsten Jahr das Geld zusammen haben werden, woher auch immer."

Auf eine schnelle Umgestaltung des Tunnels hofft auch Ronald Preuß, Vorsitzender der GAL-Fraktion in der Bezirksversammlung. Er meint: "Jetzt müssen wir schnellstmöglich eine Finanzierung hinbekommen. Was auf keinen Fall geht, ist dass wir noch mal drüber diskutieren. Geredet wurde genug." Stimmt... (pw)