110630StadtradHarburg - Aus für das StadtRad in Harburg. Die SPD hat in der Bürgerschaft den Antrag der GAL abgeschmettert, die den Süden Hamburgs als weiteren Standort für das Erfolgsmodell vorgeschlagen hatte. Dort hatte sich

Ex-Justizsenator Till Steffen für Harburg stark gemacht. Seine Begründung: Man könne zum Beispiel mit dem StadtRad nach Wilhelmsburg radeln. Abgelehnt hat das StadtRad für Harburg ein Harburger Bürgerschaftsabgeordneter: Frank Wiesner. "Zuerst habe ich gedacht, ich bin im falschen Film“, kommentiert das Kurt Duwe von der FDP. "Ein Harburger Abgeordneter lehnt ein StadtRad für Harburg ab."

 

Wiesner begründet die ablehnende Haltung mit der ungelösten Finanzierungsfrage. "Die GAL will das StadtRad aus dem Etat finanzieren, der für die Ausbesserung von Schlaglöchern vorgesehen ist", sagt Wiesner. "Das hat aber für uns Priorität." Zusätzliches Geld für StadtRäder in Harburg gibt es nicht. Die plötzliche Liebe der GAL für Harburg in Sachen StadtRad kann er nicht nachvollziehen. "Die GAL hatte ja ein paar Jahre, um das umzusetzen."

Licht am Ende des dunklen StadtRadtunnels sieht Wiesner 2013. Dann könnte Harburg vielleicht punktuell doch noch StadtRadstationen bekommen. Die sind dann aber weniger für die Harburger, als für die Besucher der IBA gedacht. zv