110803vogteistraßeRönneburg– Das sieht nach einer dicken Klatsche für die Bezirksversammlung aus. Im Mai hatten alle Politiker einstimmig für den SPD-Antrag gestimmt, der eine Teilsperrung der Vogteistrasse vorsah. Jetzt kommt heraus: Daraus wird nichts. Laut

GAL-Politiker Kay Wolkau hat die Verkehrsdirektion der Polizei den Antrag abgelehnt. Es bestehen rechtliche Gründe die gegen eine Sperrung für LKW`s sprechen.

Wolkau geht mit der SPD, vor allem deren Bezirksabgeordneten Torsten Fuß hart ins Gericht. „Es ist genau das passiert, was viele von Anfang an geahnt haben: Herr Fuß hat den Mund zu voll genommen und in Gegenwart zahlreicher Mitglieder der Bürgerinitiative erklärt, dass ein Durchfahrtsverbot zügig realisiert werde. Das Gegenteil davon ist eingetreten. Nun sind wir nach über zwei Monaten genau wieder dort, wo wir begonnen haben“, so Wolkau.

Das sieht Fuß ganz anders, seiner Meinung nach habe die Behörde Murks gemacht. „In der Ablehnung steht etwas von einem Abschnitt von 75 Metern, der nahezu gerade verläuft“, so Fuß. Tatsächlich gehe es in dem Antrag um ein etwa 500 Meter langes Straßenstück zwischen der Landesgrenze und der Straße Am Reller. Doch der Behördenmann habe sich an dem gelben Ortsschild orientiert, das sei falsch.

Wo Hamburg nicht mehr drauf steht ist noch Hamburg drin. Tatsächlich gehe das Stadtgebiet viel weiter Richtung Meckelfeld. Und in dem Bereich gibt es Kurven, die eine Sperrung für den Schwerlastverkehr begründen könnten. Man könne die Grenze übrigens gut erkennen. Wo Niedersachsen anfängt ist die Straße in einem besseren Zustand. Fuß hofft jetzt auf eine Korrektur der Behörde.

Die muss allerdings nicht automatisch dem Antrag entsprechen. Dafür hat die Politik einen Alternativplan. Spätestens nächstes Jahr sollen laut Fuß bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, die die Strecke für den Schwerlastverkehr „unattraktiv“ macht. zv