110629SenaHarburg - Es war der erste offizielle Besuch von Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD), der auch Chef aller Bezirke ist, in Harburg. Am Dienstag machte er mit Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg einen Rundgang

durch die Innenstadt und den Binnenhafen. "Man merkt, dass es die Harburger eine besondere eigene Identität haben und die Probleme in großer Einvernehmlichkeit angegangen werden", so der Senator.

Mit letzterem meinte der die Einrichtung von BID und Citymanagement, aber auch die Sichtweise von Institutionen wie dem Wirtschaftsverein. Besonders hervor hob der Senator den Binnenhafen. "Dort gibt es eine hochinteressannte Entwicklung", so Tschentscher. Man könne Gegenwart und Vergangenheit verknüpfen. Hunderte Wohnungen kann sich der Senator in dem Gebiet vorstellen, für das man Impulse setzen müsse, damit die Leute dorthin ziehen. "Das ist eine Entwicklung, die man nach Kräften unterstützen muss", meint der Herr des Geldes. Auch eine Lösung in Sachen Bahntrasse, die den Binnenhafen von der heutigen Innenstadt trennt, kann sich Tschentscher in den kommenden Jahren vorstellen.

Konkret wurde es bei sämtlichen Möglichkeiten nicht. Die Geldschatulle blieb zu. Das, so der Senator, sei aber auch bei einem ersten Besuch nicht zu erwarten gewesen.

Verständnis zeigte er bei dem Personalproblem des Bezirks, der immer mehr Aufgaben mit der selben Personalstärke wie früher erledigen muss. Die Auswirkungen sind bekannt, das Kundenzentrum ist unter der Last zusammengebrochen. Die Öffnungszeiten mussten eingeschränkt werden, neues Personal wird nicht eingestellt. "Man muss die Personalentwicklung so gestalten, dass man nicht immer mehr Beschäftigte hat", sagt der Senator. Allerdings soll es eine Umschichtung von Mitarbeitern aus den Fachbehörden in die Bezirke geben. zv