SchulzManfredHarburg - Aufpassen, dass die SPD nicht "Selbstbedienungsladen spielt", sieht Ronald Preuß, gerade bestätigter Fraktionschef der Grünen, als die wichtigste Aufgabe in der Opposition. Nach der ersten Bezirksversammlung in neuer Machtkonstalation am Dienstagabend fühlte er sich bestätigt. Manfred Schulz (Foto) als Vorsitzenden der Bezirksversammlung, seinen Parteifreund Horst Krämer und Michael Hagedorn von der CDU als Stellvertreter hievten die Genossen mit ihrer absoluten Mehrheit auf die Posten. "Damit ist nicht eine Frau dabei", moniert Preuß. Er hätte sich für die Spitze der Bezirksversammlung Vorsitzende gewünscht, die von allen Fraktionen getragen werden.

"Wir werden eine starke Opposition brauchen"
, sagt Preuß. Er erwartet, dass die Genossen in Harburg so ziemlich "alles abnicken, was aus Hamburg kommt". Das sind vor allem Bauprojekte, die "gegen Bürgerwillen" durchgedrückt werden, so seine Befürchtung. "Konkret denke ich an die Elfenwiese, wo es gerade einen Konsenz mit den Anwohnern gegeben hat", so Preuß. Man hatte sich auf eine geringere Bebauung geeinigt, als ursprünglich geplant.

Die SPD, so Preuß Einschätzung, wird angesichts eines quantitativ hoch gesteckten Wohnungsbauprogramms solche Einigungen kippen. zv

So sah die Einigung bislang aus