SchumacherSoerenHarburg - Bürgerschaftsabgeordneter ist eigentlich kein Beruf. Es ist ja ein Feierabendparlament. Trotzdem gibt ihn SPD-Mann Sören Schumacher (Foto) als solchen an. Das kann man verstehen. Sich im fortgeschrittenen

Alter von 34 Jahren als Student im 28. Semester zu outen, ist nicht der Renner. Dabei ist Schumacher, Jahrgang 1976, nicht einmal der älteste Student, der aus den drei Wahlkreisen Harburg, Süderelbe und Wilhelmsburg in die Bürgerschaft will.

Sonja Lattwesen von der GAL ist Jahrgang 1975 und studiert immer noch. Zwischendurch hatte sie, so steht es in ihrer Selbstdarstellung, einen Abstecher in die Pop-Kulur gemacht. Im Wahlkreis 2, zu dem Wilhelmsburg gehört, ist sie die Älteste einer ganzen Reihe Studenten, die sich Hoffnungen auf einen Platz im Hamburger Rathaus machen.

Allein die SPD schickt mit Torsten Hönisch, Jahrgang 1981, Sebastian Jonscher aus dem selben Jahrgang, Carl Philipp Schöpe, Jahrgang 1987 und Annkathrin Kammeye, Jahrgang 1990, gleich vier Studenten in dem Wahlkreis ins Rennen.

Auch die CDU hat dort mit Vahan Avetisi Balayan, Jahrgang 1985, einen Studenten als Bürgerschaftskandidaten aufgestellt. In Harburg ist "Studenten-Oldi" Sören Schumacher ziemlich allein. Nur Sebastian Alexander Philipp Materer von der Partei Piraten will auch in die Bürgerschaft. Er ist sechs Jahre jünger als Schumacher und hat im Gegensatz zu dem SPD-Mann, dessen Einzug als sicher gilt, nicht die geringste Chance auf einen Platz im Rathaus.

Im Wahlkreis 17, Süderelbe sind keine Studenten als Bürgerschaftskandidaten aufgestellt worden. zv