110113HorchHarburg - Diese Personalie kann man gut und gern einen Coup nennen. Frank Horch, der heute sein Amt als Präses der Handelskammer niederlegte, soll in einem von der SPD geführten Senat Wirtschaftssenator werden.

Das ist gut für Harburg. Horch ist als ehemaliger Chef der Freudenberger, ehemaliger Beirat der Süderelbe AG und aktiver Beirat des Wirtschaftsvereins eng mit Harburg verbunden. Er kennt die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Standortes.

Eingefädelt hat den Posten SPD-Parteichef Olaf Scholz, der seinen Kandidaten am Donnerstag vorstellte.

Horch, um den bereits letzten Sommer die CDU gebuhlt hatte, kündigte an weiter parteilos zu bleiben. Er werde sich für die Interessen der Hamburger einsetzen. Die Chancen, dass Horch Wirtschaftssenator wird, stehen gut. Zwar konnte die CDU laut einer vom NDR in Auftrag gegebenen Umfrage ein paar Prozent gut machen. SPD und GAL kommen aber zusammen auf 60 Prozent.

Für die Grünen dürfte Horch eine echte Kröte sein. Der CDU hatten sie im Sommer Horch noch in dieser Position "verboten". zv