MeinbergTorsten4Harburg – Bilanz und Ausblick im Rathaus. 2010 war für den Bezirksamtsleiter Aktion pur. „Ich hatte noch nie so ein aufregendes Jahr“, sagt Torsten Meinberg. „Ich hoffe, es gibt nicht noch eine Steigerung.“ Die müsste das

Schlaglochdesaster im Winter 2009/2010, das Gerangel um die Einsparforderungen an den Bezirk oder das abrupte Ende der Koalition in Hamburg und seine Folgen toppen.

Das koalitionsende zwischen CDU und GAL wird laut Meinberg zumindest in Harburg zunächst fast folgenlos bleiben. „In Harburg arbeitet die Koalition auf Bezirksebene bis zur Wahl im Februar freundlich miteinander weiter“, sagt Meinberg. „Wir sind da sehr zielorientiert.“ So werden noch 900.000 Euro  verplant. Sie gehen in die Sanierung des Rieckhofs, in die Sportförderung und für das Aufpeppen der Innenstadt drauf.
Interessanter wird es nach der Wahl. „Harburg ist eh in Konkurrenz zu anderen Bezirken“, sagt Meinberg. „Wir sind gut, wenn es darum geht Baggergut unterzubringen.“ Ansonsten müsse man um viele Dinge "kämpfen". Es gelte die Interessen des Bezirks durchzusetzen. „Ich hoffe, dass die großen Ziele nicht verloren gehen und wir gegen Fachbehörden unsere eigene Meinung durchsetzen können.“ Druck könne es beispielsweise wegen der Wohnungspolitik geben.

6000 neue Wohnungen im Jahr hält Meinberg für unrealistisch. Die Anzahl könne nur durch den Bau größerer Siedlungen erreicht werden. „Wir wollen aber keine neuen Brennpunkte“, sagt Meinberg. Das heiße nicht, dass keine neuen Wohnungen entstehen sollen. Es gebe „interessante Angebote“, die eine Realisierung von 500 Studenten- und bis zu 2000 geförderte Wohnungen zuließen. Auch die noch ausstehende Sanierung von 16 Schulen müsse in Angriff genommen werden. „Da haben wir gerade eine Hängepartie“, so Meinberg. Großprojekte wird es wenn im Binnenhafen geben. Eco-City steht noch auf dem Programm. Auch das Hotel-Projekt am Veritaskai könne was werden. „Von uns aus ist alles klar“, sagt Meinberg. zv