100224glatteis2Harburg- Viele haben das Chaos vom letzten Winter, wie an der Eißendorfer Straße, (Foto) noch vor Augen. Die Wege waren mit Schnee und einer dicken Eisschicht überzogen, der Spaziergang wurde zur Schlitterpartie.

Doch ein solches Horrorszenario soll sich nicht noch einmal wiederholen. Deshalb sorgt nun wieder die Stadtreinigung dafür, dass Anwohnerfreiewege geräumt werden. Der Sprecher der Stadtreinigung Andree Möller sagt: "Damit übernehmen wir wieder die Bezirksamtsaufgaben. Neben dem Streuen und Räumen der Haupverkehrsstraßen werden wir auch Anwohnerfreiewege, Bushaltestellen und Radwege bedienen." Die aber dürfen nicht mit Salz bearbeitet werden. Möller erklärt: "Die Fahrbahnen sind geteert und verschlossen, so dass das Wasser vernünftig abfließen kann. Dies ist bei den Anwohnerfreienwegen nicht der Fall. Hier besteht die Gefahr, dass Grundwasser und Bäume angegriffen werden." Aus diesem Grund erhält Harburg vorraussichtlich zwei 3,5 Kubikmeter große Sandcontainer. Wo diese platziert werden ist noch nicht geklärt, darüber werden Polizeidiensstellen, Stadtreinigung und Bezirksämter noch verhandeln. Zwei Container hört sich nach verdammt wenig an. Bei einem so harten Winter wie im letzten Jahr wird dieser Vorrat nicht ausreichen. Möller aber meint: "Wir sind logistisch gut aufgestellt. Denn wir haben zusäztlich Sand am Neuländer Kamp gelagert. Außerdem holen wir das Streumittel auch aus angrenzenden Gebieten wie der Veddel." Für den neuen Aufgabenbereich benötigt die Stadtreinigung zusätzliches Personal. "Wir werden private Subunternehmen engagieren, die Ausschreibung läuft bis Ende dieser Woche. Rund 100 Kräfte sind dafür vorgesehen." (pw)