MeinbergTorsten4Harburg - Lang hat sich die GAL geziert. Jetzt will sie ihn doch. Harburgs "Bürgermeister" Torsten Meinberg soll Bezirksamtsleiter bleiben. "Torsten Meinberg hat sich bei Menschen im Bezirk in den vergangenen fünf Jahren Anerkennung

 

und Respekt für seine nicht immer ganz leichte Aufgabe erarbeitet. Bei vielen Anlässen wird er als unser Bürgermeister begrüßt", schwärmt GAL-Fraktionschef Ronald Preuß. Es kommt noch besser. "Gerade in den vergangenen Wochen, als auf verschiedenen Ebenen der Harburger und Hamburger Politik um das Sparpaket gerungen wurde, hat er mit Kompetenz und Hartnäckigkeit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass der Bezirk von schlimmeren Einschnitten verschont blieb. Deswegen hat es in der Fraktion zur Wiederwahl von Torsten Meinberg auch keine strittige Diskussion gegeben und der Beschluss war einmütig und einstimmig", so Preuß.

Tatsächlich ist mit der Zusage der GAL eine lange Hängepartie beendet. Der Koalitionspartner der CDU hatte den Bezirksamtsleiter lange zappeln lassen. Dahinter steckte vermutlich auch Kalkühl. Angesichts des bereits seit Monaten absehbaren Rücktritts von Ole von Beust und damit verbundenen eventuellen Neuwahlen, wollte man sich in Harburg keinen CDU-Bezriksamtsleiter ans Bein binden. Denn bei einer Neuwahl, davon gehen Insider aus, hätte die CDU kaum eine Chance noch einmal auf die Regierungsbank im Hamburger Rathaus zu kommen. Und auch in Harburg dürften sich viele verprellte Wähler von der Partei abgewandt haben. So wäre bei einer Neuwahl der Koalitionspartner vermutlich die SPD gewesen. Das ist mittlerweile vom Tisch.

Gewählt werden kann Meinberg vorraussichtlich schon kommenden Monat. Die Sozialdemokraten, so wird im Rathaus gemunkelt, wollen einen Gegenkandidaten aufstellen. Schon um der Peinlichkeit zu entgehen, dass bei einer Wahl ohne Gegenkandidaten Meinberg sogar Stimmen von den Genossen bekommen könnte. Den Gerüchten nach ist es Thomas Völsch. "Kein Kommentar", sagt der zu dieser Variante. zv