Wilstorf – Das Bezirksamt will dem Senat vorschlagen, Teile von Wilstorf  in das „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“, kurz: RISE, aufzunehmen.

Eine Entscheidung darüber, um der Stadtteil mit einigen Millionen Euro gefördert wird,  fällt aller Voraussicht nach erst Ende 2019, wenn das RISE für die Gebiete „Zentrum Neugraben“ und „Neuwiedenthal/Rehrstieg“  ausläuft.

Bei einem ersten Blick auf den nördlichen Teil Wilstorfs war den Planern des Harburger Bauamzs aufgefallen, dass der Stadtteil nur wenige öffentliche Freiflächen bietet. Zugleich seien aber auch Indikatoren für eine soziale Belastung und mögliche Benachteiligungen erkennbar. So liege  der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre, die einen Migrationshintergrund aufweisen, mit 66,1 Prozent deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 49,4 Prozent (Bezirk 61,8 %). 23,0 Prozent der unter 18-Jährigen lebten bei einem alleinerziehenden Elternteil (Hamburg  21,8 Prozent). Der Anteil der Kinder, die in Krippe (unter drei Jahre) und Elementarbereich betreut werden, sei im Hamburger Vergleich dagegen unterdurchschnittlich.

Ziel des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist es, die Lebensqualität in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf durch städtebauliche Maßnahmen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Einige der Projekte in den RISE-Gebieten werden mit Hilfe von EU-Fördermitteln finanziert. ag