Harburg - Zwei neue Schulen und der Ausbau von vorhandenen Schulen ist die Antwort des Senats auf auch in Zukunft steigende

Schülerzahlen. Birgit Stöver, Bürgerschaftsabgeordnete der CDU und Schulexpertin, ist mit den Plänen für Harburg nicht zufrieden. Die geplante Schule in der Straße Am Soldatenfriedhof sei eine Notlösung, die den tatsächlichen Bedürfnisse von zukünftigen Bewohnern Harburgs nicht gerecht wid und die Devise des senates "kurze Beine, kurze Wege" konterkariert.

"Das Einzugsgebiet wird sich vor allem um den Binnenhafen erweitern", so Stöver. "Für Grundschüler ist die Überquerung der B73 die denkbar schlechteste Lösung. Bei der Wohnraumperspektive des Binnenhafens hätte der Schulstandort im Binnenhafen selbst gewählt werden müssen."

Auch der dem Konzept der geplanten Campus-Schule in Süderelbe steht sie kritisch gegenüber. Denn zwei autonome Schulformen an einem Standort werden es nicht, wie zwei vergleichbare Schulen in Hamburg zeigen. Sie haben beispielsweise keine zwei Schulleitungen.

Stöver befürchtet das Konstrukt einer Einheitsschule durch die Hintertür und eine Schwächung des Gymnasiums. Man stehe der Ausweitung der gymnasialen Kapazitäte im Bereich Süderelbe grundsätzlich positiv gegenüber. "Wie allerdings eine Campus-Schule gestaltet wird, muss gut beobachtet werden, damit de facto nicht doch nur eine zusätzliche Schulform entsteht", so Stöver.

Der "Treppenwitz". Der Senat aus CDU und Grüne hatte 2010 versucht die Gymnasien durch die Einführung einer Primarschule, einer verlängerten Grundschule, zu schwächen. Das war krachend an einem Volksentscheid gescheitert. Real- und Hauptschulen waren damals in Hamburg abgeschafft worden. Diese Schüler finden sich seitdem in Stadtteilschulen wieder. zv