Wilhelmsburg - Eine Marmstorferin steht an der Spitze der Hamburger SPD: Sozialsenatorin Melanie Leonhard ist am Sonnabend auf dem außerordentlichen Parteitag

der Sozialdemokraten im Bürgerhaus Wilhelmsburg zur neuen SPD-Landesvorsitzenden gewählt worden - mit einem Traumergebnis: Sie erhielt 317 der 335 gültigen Stimmen und damit eine Zustimmung von 94,6 Prozent. Die promovierte Historikerin war zuvor schon stellvertretende Landesvorsitzende und folgt nun Olaf Scholz. Nach Traute Müller, die 1988 bis 1991 dieses Amt führte, ist die Marmstorferin die zweite Frau an der Spitze der Hamburger SPD.

"Das Ergebnis ist für mich ein Auftrag, die SPD in Hamburg gut zu führen. Dabei setze ich auf die vielen klugen Köpfe unserer Partei, die jede und jeder für sich Botschafter guter Politik für Hamburg sind. Vielen Dank für das Vertrauen", sagte die 40-Jährige nach ihrer Wahl.

Gerade die Harburger Sozialdemokraten freuten sich sehr über die Wahl von Melanie Leonhard zur Landesvorsitzenden. „Ich gebe auch gerne zu, dass wir ein bisschen stolz darauf  sind. Das Wichtigste aber ist: Wir wissen, dass Melanie Leonhard eine sehr gute Landesvorsitzende sein wird", sagte der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Sören Schumacher.

Zuvor wurde Peter Tschentscher (links) für das Bürgermeisteramt nominiert - ebenfalls mit einem sehr gutem Ergebnis: Der 52-jährige Tschentscher erhielt 337 der 354 gültigen Stimmen, was einer Zustimmung von 95,2 Prozent entspricht.

Die Neuwahlen wurden notwendig, da der bisherige Inhaber beider Ämter Olaf Scholz (rechts) als Finanzminister und Vizekanzler in die Bundesregierung gewechselt ist. Olaf Scholz verabschiedete sich mit einer bewegenden Rede von den Delegierten.  Die Wahl zum Ersten Bürgermeister findet am 28. März in der Hamburgischen Bürgerschaft statt. (cb)

Melanie Leonhard bei ihrer Rede auf dem Parteitag der SPD im Bürgerhaus. Foto: Christian Bittcher

Gerade die Harburger Sozialdemokraten freuten sich sehr über die Wahl von Melanie Leonhard zur Landesvorsitzenden. Foto: Christian Bittcher