Harburg – Die Technische Universität in Harburg soll wachsen. Das Präsidium der Hochschule hat dafür ein Konzept vorgelegt, die Rahmenbedingungen werden in einer Senatsdrucksache

festgeschrieben – die inzwischen vorliegt, allerdings noch nicht beschlossen worden ist. Und welche Auswirkungen hat das auf die umliegenden Stadtteile, also Harburg-Kern, Heimfeld und auch Binnenhafen? Können die überhaupt 10.000 (heute 7.500) Studenten, 500 zusätzliche Mitarbeiter und weitere 30 Professoren verkraften?

Bei näherem Hinsehen geht es tatsächlich um mehr als 3000 Menschen, die sich rund um das Uni-Quartier tummeln. Es geht auch um Studentenwohnungen, Gastronomie, Parkplätze, Verkehr oder Freizeiteinrichtungen. Mit dem Wachstum geht auch die Stärkung des zweiten Standorts im Binnenhafen einher. Die TUHH braucht für ihr Wachstum mindestens 30.000 Quadratmeter zusätzlich – und wie berichtet hat sie schon ein Auge auf den Hamburg Innovation Port (HIP) von Arne Weber in der Blohmstraße geworden. Das würde passen, nur die Verbindung – egal ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß – zwischen HIP und Schwarzenberg-Campus ist eher mühsam, nicht nur weil Eisenbahn, B73  und einige Höhenmeter überwunden werden müssten.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg hat die Problematik aufgegriffen und fordert das Bezirksamt in einem Antrag auf, ein Konzept vorzulegen, wie mit dem Wachstum der TUHH umgegangen werden kann. Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer: „Dabei ist nicht nur die erste Planungsphase von 2018 bis 2022 zu berücksichtigen, sondern auch die weitere Entwicklung bis 2028.“  Eine erste Idee hat Fischer schon geäußert: „Bevor man weiter über eine Finanzierung der geplanten Landschaftsbrücke in Höhe Schellerdamm nachdenkt, sollte man überlegen, ob eine andere Brücke an anderer Stelle nicht viel sinnvoller wäre.“ ag

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