| Säufertreff Rathausplatz: Problem wird auf die lange Bank geschoben |
| Donnerstag, den 19. August 2010 um 14:12 Uhr | ||||
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sind, ist verworfen. Man wolle die Menschen mit dem Alkoholproblem nicht vertreiben, so der Konsenz in der nicht öffentlichen Sicherheitskonferenz. Das ist "Gutmenschengeschwätz". Die CDU will eine Lösung. Die GAL will nicht kaltherzig erscheinen. Herausgekommen ist ein Kompromiss, der das Problem auf die lange Bank schiebt. Frühestens im kommenden Jahr soll es ein "Alkoholkonsumverbot" auf dem Rathausplatz geben. Den Trinkern will man gleichzeitig "Alternativen" anbieten. Die sind der Container an der Knoopstraße, der schon seit Jahren Treffpunkt eines Teils der Szene ist. Die zweite Alternative soll das "Pinkeldenkmal" an der Buxtehuder Straße am Rand der Schwarzenberganlage sein. Dort sollen auch die Mitarbeiter des Projektes "Arbeitsmarktpolitische Aktivierung alkoholkonsumierender Personen im öffentlichen Raum" untergebracht werden. Das Projekt ist mit dem Alkoholverbot auf dem Rathausplatz verbunden worden. Das Konzept: Sozialarbeiter suchen die Trinker an ihren angestammten Plätzen auf und bringen ihnen den Vorteil von Arbeit näher. Geld genug ist für die Idee da, die in vergleichbarer Form in Frankreich bereits floppte. 100.000 Euro, zur Hälfte aus Steuergeldern über die EU und Bund finanziert, sprudeln. Das Interesse ist dennoch bislang mau. Laut Bezirksamtleiter Torsten Meinberg haben sich bisher zwei Pädagogen beworben, die in der Trinkerszene arbeiten wollen. Dabei löst das Projekt ein weiteres Problem. Die ehemalige kombinierte Bedürfnisanstalt mit Trinkhalle von 1937, hätte wieder eine Nutzung. Ursprünglich sollte das unter Denkmalschutz stehende Gebäude von der Finanzbehörde für 90.000 Euro verkauft werden. Doch es meldete sich seit April nicht ein einziger Interessent. Mit dem neuen Plan bringt das sanierungsbedürftige Gebäude wenigstens Miete. In Sachen Durchsetzung des Alkoholverbots auf dem Rathausplatz wäre man hierzu sofort bereit. Polizei und Behördlicher Ordnungsdienst (BOD) sind nach eigener Einschätzung in der Lage ausreichend Kontrollen durchzuführen. (pw)
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