Harburg – Nach dem Tod von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch steht Harburg immer noch unter Schock. Von Tag zu Tag wird deutlicher, was

für eine Lücke der Verstorbene hinterlässt. Wie es jetzt weitergehen soll, daran mag zurzeit noch niemand denken. Zu klären wäre zum Beispiel, ob die Nachfolge durch eine Ausschreibung geregelt werden soll oder ob die SPD einen geeigneten Kandidaten findet, der auch den GroKo-Partner CDU überzeugt. Dabei muss nicht unbedingt die Harburger SPD fündig werden, der Vorschlag könnte auch aus höheren Parteikreisen von nördlich der Elbe kommen.

SPD-Kreischef Frank Richter äußert sich auf Nachfrage noch sehr zurückhaltend: „Wir haben uns zunächst die Zeit genommen, würdevoll Abschied von Thomas Völsch zu nehmen. Den weiteren Verlauf werden wir zwischen Weihnachten und Neujahr besprechen.“ Sobald man zu einem Ergebnis gekommen sei, werde dies zunächst intern und mit dem Koalitionspartner abgestimmt. Anschließend werde die Öffentlichkeit informiert.

Ähnlich zurückhaltend ist auch CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer: „Der Koalitionsvertrag regelt, dass die SPD das Vorschlagsrecht hat. Das warten wir jetzt erst einmal ab.“ Entscheidend für das weitere Verhalten der CDU werde sein, ob der Kandidat bereit ist, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bezirksversammlung klarer als bisher zu regeln. Entsprechende Gespräche seien auch schon mit Thomas Völsch vereinbart gewesen. ag