Harburg – Die Zustände auf der Liegewiese des Neuländer See sind seit Jahren ein Ärgernis – für alle beteiligten Seiten. Da es dort keine Aufsicht gibt, glauben vor allem

Jugendliche, dort wilde Grillparties feiern und den gesamten Müll einfach liegen lassen zu können. Besuchern der Wiese bieten sich immer wieder ekelerregende Bildern.

Der Gründer der Wasserskianlage, Peter Schattenfroh, hatte sich 2003 verpflichtet, auf der Wiese für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Im Gegenzug erhielt er die Genehmigung, auf der Wiese Getränke und kleine Snacks anzubieten. Doch das Geschäft rechnete sich nicht, bei Regen zum Beispiel blieb Schattenfroh auf seinen Kosten sitzen.

Schattenfroh hat längst aufgegeben. Und wer muss sich jetzt um die Wiese kümmern? Der Regionalausschuss Harburg beschäftigt sich am Mittwoch, 13. September, 18 Uhr, im großen Saal des Rathauses in öffentlicher Sitzung vor allem mit diesem Thema. Die CDU-Bezirksabgeordnete Helga Stöver hatte schon im Frühjahr einen Bericht über den aktuellen Stand angefordert. Inzwischen hat sich das Bezirksamt dazu geäußert, wegen der parlamentarischen Sommerpause kann erst jetzt darüber diskutiert wird.

Das Bezirksamt besteht darauf: Die Vereinbarungen aus dem Überlassungsvertrag von 2003 gelten auch für den neuen Betreiber. Demnach habe er „auch eine tägliche Reinigungsleistung der Liegewiese einschließlich der Badestelle sowie das Aufstellen und Unterhalten von zwei mobilen Toiletten in der Saison sicherzustellen“. Und auch außerhalb der Saison müsse er die Wiese regelmäßig säubern. Darauf sei der Betreiber mündlich und schriftlich hingewiesen worden. Danach habe der Betreiber die Auflagen erfüllt. ag