Harburg – Die Denickestraße wird zwischen Weusthoffstraße und dem verkehrsberuhigten Bereich an der Technischen Universität

in eine Fahrradstraße umgewandelt. Nach einer Initiative der SPD-Fraktion und einem Beschluss der Bezirksversammlung hatte das Bezirksamt geprüft, ob dieser Vorschlag umgesetzt werden kann. Ergebnis: Ja, es geht! Die Straßenverkehrsbehörde am Polizeikommissariat 46 und die Verkehrsdirektion unterstützen das.  Die Fahrradstraße wird Teil der Veloroute 11, die von der Hamburger City über Wilhelmsburg, die Alte Süderelbbrücke über den Harburger Ring bis zur TU und darüber hinaus führt.


Was heißt das für Autofahrer? Im Grunde wird die Straße in einen breiten Radweg umgewandelt, auf der Radfahrer grundsätzlich Vorrang haben und auch nebeneinander fahren dürfen. Autos sind nur als „Gäste“ zugelassen, heißt es in einer Beschreibung der zuständigen Fachbehörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Für alle Beteiligten ist auf jeden Fall gründliche Regelkenntnis (lebens)wichtig, denn zum Beispiel gilt der grundsätzliche Vorrang für Radfahrer nicht an Kreuzungen und Einmündungen, dort gilt wie auf normalen Straßen Rechts-vor-Links. Aber auch hier gibt es wieder eine Ausnahme: Wenn nämlich die einmündende Straße über den Gehweg und einen abgesenkten Bordstein führt, gilt nicht Rechts-vor-Links, sondern nach Paragraf 10 der Straßenverkehrsordnung Vorfahrt für die durchgehende Fahrbahn und eine Wartepflicht für Fahrzeuge (egal ob Fahrrad oder Auto) aus den einmündenden Straße. Damit ändert sich an den Einmündungen Bahrstraße und Wilhelm-Busch-Weg gegenüber der aktuellen Regelung nichts. Im Übrigen gilt auf den Fahrradstraßen – wenn nicht anders beschildert – Tempo 30. Auch der Straßenzug Hastedtstraße/Göhlbachtal soll zwischen Bremer Straße und Friedhofstraße Fahrradstraße werden. Das hatte die Bezirksversammlung schon im Februar beschlossen. ag