Harburg – In den nächsten Jahrzehnten wird es keine zweite Schnellbahnverbindung zwischen Harburg und „der Stadt“ geben. Das ist Beschlusslage

des Senats. Der Süden Hamburgs ist also weiter auf die S3/S31 angewiesen, bei einer Betriebsstörung gibt es keine Alternative.  Die Harburger Grünen wollen das nicht hinnehmen und schlagen  eine Machbarkeitsstudie für „eine möglichst direkte, schnelle und staufreie Metrobusverbindung zwischen dem Bahnhof Neugraben und dem Bahnhof Altona oder einem anderen wichtigen ÖPNV-Knotenpunkt im Hamburger Nordwesten“ vor.

Vor allem für die Bewohner der drei neuen Wohnquartiere Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen ist die Fahrt in die Hamburger City eine längere Riese – besonders absurd, wenn sie nach Altona wollen. Die Grünen haben einmal nachgerechnet: Die S-Bahn fährt (wenn sie fährt) in 38 Minuten von Neugraben nach Altona.  Die Buslinie 250 fährt zwar die Abkürzung durch den Elbtunnel, braucht aber dank der 21 Unterwegs-Haltestellen mindestens 40 Minuten, während der Hauptverkehrszeiten drohen Staus auf der A7 und den Zubringerstraßen. Da kann sich die Fahrtzeit leicht auch mal verdoppeln. Die Grünen sagen es nicht gern, aber mit dem Auto schafft man die Strecke ohne Stau in 23 Minuten.
Wie könnte man verhindern, dass der schnelle Metrobus im Stau stecken bleibt? „Der Bus müsste über eigene Spuren, eigene Trassen oder intelligente Ampelsteuerungen an den Staus im A7-Zubringerbereich vorbeifahren“, sagt Regina Marek, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion in der Bezirksversammlung. Zwar werde es auf der Autobahn keine Busspuren geben, aber auch eine eigene Busauffahrt auf die A7 nördlich der Anschlussstelle Waltershof sollte als mögliche Variante geprüft werden, zumal die südliche Zufahrtsrampe zum Elbtunnel ohnehin in den nächsten Jahren neu gebaut werden muss. ag

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