Harburg - Der Versuch den Schmuddeltunnel in ein halbwegs ansehnliches Schmuckstück zu verwandeln, ist, rund 500.000 Euro später, kläglich gescheitert.

Die Unterführung zwischen Lüneburger Straße und Seevepassage bleibt ein städtebauliches Missgeschick. Trotzdem hält die SPD an dem Relikt ihrer misslungenen Stadtplanung, der Ring wurde 1982 nach fast zehnjähriger Bauzeit fertiggestellt, fest. Der Tunnel, Ein Überbleibsel von ehemals sieben Unterführungen unter dem Harburger Ring, soll weiter bestehen bleiben. Das verkündet Frank Richter (SPD), Vorsitzender der Stadtplaungsausschusses, nachdem Politiker im Zusammenhang mit dem Neubau des Harburg Centers auch über eine neue Lösung zur Querung des Ringes nachgedacht haben. Die auch von Experten außerhalb der Politik ins spiel gebrachte Zuschüttung des Tunnels und der Bau einer attraktiven Verbindung kam dabei wieder ins Gespräch.

Richter glaubt sogar, dass der Tunnel von den Harburgern sogar gewollt ist. "Eine Abstimmung über die Zukunft des Gloriatunnels hat in der Bevölkerung nach Ansicht Richters schon mit den Füßen stattgefunden", verbreitet der SPD-Mann in Anlehnung an die Zahl der Personen, die täglich durch den Tunnel müssen. Zudem macht er geltend, dass der Ring für Behinderte, Müttern mit Kinderwagen oder älteren Menschen eine barrierefreie Querung ohne Treppen wäre. Auch ein juristisches Problem würde einer Zuschüttung entgegen stehen. Die mit Brettern zugenagelte Gewerbefläche kurz vor dem Ausgang Seevepassage ist in privaten Händen. Der Eigentümer verfüge über Nutzungsrechte. zv

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