Harburg - Einen Tag vor der Nominierung der Bundestagskandidaten der Hamburger CDU bekommt die vom sogenannten 17er-Ausschuss

für den aussichtlosen Listeplatz 5 vorgeschlagene Herlind Gundelach unterstützung aus der Wirtschaft. Beim TV-Sender Hamburg 1 äußerten sich Wirtschaftsführer mit großer Sorge und teils mit Entsetzen rüber die Turbulenzen bei der Kandidatenaufstellung der CDU Hamburg.

"Inhaltlich und sachlich ist nicht nachzuvollziehen, auf welche Art und Weise mit Frau Dr. Gundelach umgegangen wird. Ich finde das empörend und wir sind sehr bestürzt darüber", sagte Jochen Winand, Vorstand des Wirtschaftsvereins, über die empfohle Platzierung von Gundelach. Über eine bessere Platzierung von Gundelach sagte Winand: "Ich wünsche es mir nicht nur, ich fordere es."

Der Hamburger Süden sei in den vergangenen Jahrzehnten von den Bundestagsabgeordneten, die oft klingende Namen gehabt haben, nicht sonderlich verwöhnt worden in der Direktansprache und der Vernetzung nach Berlin. Winand: "Frau Dr. Gundelach hat da einen Wechsel herbeigeführt."

Mit den vom 17er-Ausschuss besser platzierten Kandidaten ging Winand hart ins Gericht: "Uns nützen 31- und 41-jährige Rookies nichts, die Hinterbänkler in der CDU-Fraktion sein werden. Wir brauchen jemanden, der Erfahrung und die entsprechenden Netzwerke hat. Und Frau Dr. Gundelach hat sie.“ zv