Harburg – Die Harburger Grünen wollen die Hafenpassage, so der Name für die lang erhoffte Verlängerung der A26 bis zur A1, nicht. Damit plädiert der

Kreisverband Harburg für einen Bruch des Koalitionsvertrags mit der SPD auf Senatsebene. Stattdessen plädieren sie für eine Sanierung der Köhlbrandbrücke und die Ertüchtigung der Strecke, die bereits jetzt von Waltershof via Veddeler Damm Richtung Elbbrücken führt. Dafür soll auch Tunnel neu gebaut werden, der bereits in den Olympia-Planungen enthalten war.

Als Begründung geben die Harburger Grünen die Entwicklung des Güterumschlags im Hafen an und stellen die Verkehrsprognosen in Frage, die die Zahlen für die bisherigen Planungen liefern. Gleichzeitig glauben die Grünen zu wissen, dass „niemand“ die  Hafenpassage braucht.

Planer gehen von einer erheblichen Reduzierung des Verkehrs auf der B73 aus, auf der im Bereich Heimfeld aktuell rund 38.400 Fahrzeuge, davon rund 3.600 Lastwagen täglich gezählt werden. Auch die Reichsstraße, die bis zur Fertigstellung der Hafenpassage verlegt sein wird, dürfte durch die geplante Streckenführung erheblich entlastet werden. Aktuell werden dort täglich rund 56.300 Fahrzeuge gezählt.

Die Verlängerung der A26 , gegen die die Harburger Grünen sind, wird laut Prognose der Wirtschaftsbehörde beispielsweise auf der Cuxhavener Straße eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs von bis zu 46 Prozent, die des Schwerlastverkehrs bis zu 75 Prozent bringen. Insgesamt würden alle bislang hoch belasteten Verkehrswege in Harburg deutlich entlastet. zv