Harburg – Man könnte es als Scherz zum 1. April einstufen oder einfach als Anfall von temporärer geistig-politischer Umnachtung. Die Harburger Grünen bedauern,

dass im Elbtunnel keine Fahrradspur eingerichtet wird, damit Radler besser auf die andere Seite der Elbe kommen. Den "brillanten Geistesblitz" hatten die Bezirkspolitiker nicht selbst. Er wurde, wie die Grünen selbst einräumen, bei einer der letzten Bürgerversammlungen, bei der es um die Entwicklungsperspektive für Neugraben-Fischbek ging, aufgeschnappt, für geeignet befunden und unter der Überschrift "Radwegeverbindung durch den Elbtunnel? Leider Nein!" verbreitet.

Die Feinheiten wurden dabei fallen gelassen - beispielsweise wie der Fahrzeug-Radverkehr auf der A7 koordiniert werden soll - um ein eigenes Thema weiter nach vorn zu bringen: Es geht um die Möglichkeit der Nutzung des Fahrrades für Fahrten Richtung Altona und Hamburg Mitte, die bislang von der Elbe behindert werden. Die Grünen schwebte bislang eine Fahrradroute vor, die über die Francoper Straße, die Hohenwischer Straße zur Umgehungsstraße Finkenwerder als Verbindung zu den Fähren 62 und 64 über die Elbe nach Altona und Mitte und zu Airbus und den Zulieferfirmen am Rüschpark führt. „Diese Radwegeverbindung wäre eine Alternative zur Fahrt mit der S3 über Harburg und den Hauptbahnhof“, sagt Dr. Gudrun Schittek, Sprecherin für Süderelbe bei der Fraktion der Grünen.

Sollte es eine Fahrradstrecke durch den Elbtunnel geben, wäre die Mö vom Neubaugebiet Vogelkamp aus nach 23,4 Kilometern erreicht. Aber auch jetzt braucht der Fahrradfahrer nicht auf die Tour zu verzichten. Man kann einfach via Kattwykbrücke und Freihafen zum Alten Elbtunnel radeln, um dann weiter Hamburger Innenstadt zu kommen. Dabei würde man sogar ein paar Kilometer sparen. Die Strecke, die bereits nutzbar ist, ist nur knapp über 21 Kilometer lang. zv