Flüchtlingsunterbringung Sinstorfer Krichweg

Harburg – Der Bürgervertrag, den die beiden Bürgerschaftsfraktionschef Andreas Dressel (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne) mit der Initiative „Nein zur Politik – Ja zur Integration“ ausgehandelt haben, macht Schule.

In der kommenden Woche wird es im Bezirk Harburg einen weiteren Bürgervertrag geben, der die Unterbringung von Flüchtlingen regeln soll. Unterschrieben wird er von der Bürgerinitiative Sinstorf und Bezirksamtsleiter Thomas Völsch.  Das wurde nach der Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksversammlung bekannt.

Die Bürgerinitiative hatte sich gegründet, als Pläne für gleich zwei Unterkünfte in Sinstorf bekannt wurden – zum einen am Sinstorfer Kirchweg im „Hinterhof“ der Autobahnraststätte Marmstorf, zum anderen am Leuchtkäferweg. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Areal am Leuchtkäferweg nicht geeignet ist.
Im Bürgervertrag Sinstorf wird dann auch die Unterbringung von Flüchtlingen nur noch für das Gelände des ehemaligen Brückenlagers am Sinstorfer Kirchweg vorgesehen. Die Zahl der Flüchtlinge wird auf 300 Personen beschränkt.

Diese Zahl hatte sich im Haupausschuss noch nicht überall herumgesprochen. Dort hatte die Verwaltung den Bauantrag für die Unterkunft vorgelegt – geplant für 368 Personen. CDU-Fraktionschef Ralf Dieter Fischer: „Die Verwaltung hat ihren Irrtum aber schnell erkannt und den Antrag zurückgezogen.“ Und auch im offiziellen Informationspool der Sozialbehörde auf www.hamburg.de/fluechtlinge-unterbringung/ ist von 368 Personen die Rede.

Vereinbart wurde auch, dass die Wohncontainer zum Sinstorfer Kirchweg hin zweistöckig, zur Autobahn dreistöckig aufgestellt werden sollen.
Ob in dieser Frage jetzt Ruhe in Sinstorf einkehrt, wird sich zeigen. In Neugraben gibt es nach Informationen von harburg-aktuell.de vier Klagen gegen die Folgeeinrichtung Am Aschenland – obwohl es dort einen Bürgervertrag gibt. ag