100525B75HarburgRainer Bliefernicht (CDU) fand den Antrag der Opposition „auf den ersten Blick charmant“, zu einer Zustimmung konnte er sich in der Mai-Sitzung der Bezirksversammlung aber dennoch nicht durchringen. So muss nun der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr noch einmal ran. Er soll in Ruhe klären, ob eine Umwidmung der Bremer Straße von einer Bundesstraße zur normalen städtischen Hauptverkehrsstraße Sinn machen würde. Der SPD-Abgeordnete Torsten Fuß hatte den Antrag gestellt, nachdem die Hamburger Behörden Vorschläge zum Schutz der lärmgeplagten Anwohner immer wieder mit dem Hinweis abgelehnt hatten: „Das ist eine Bundesstraße. Da können wir nichts machen.“
Offenbar gibt es doch eine Möglichkeit. Torsten Fuß: „Vor einigen Jahren ist schon die Winsener Straße aus dem Netz der Bundesstraßen herausgenommen worden. Das müsse doch auch mit der Bremer Straße möglich sein."
Bliefernicht will aber vorher geklärt haben, ob da irgendwelche zusätzlichen Kosten auf Hamburg zukommen, wenn die Stadt plötzlich das alleinige Sagen hat. Koalitionspartner Ronald Preuß (GAL) möchte zudem geklärt haben, ob in der Bremer Straße weiterhin Lkw-Maut kassiert werden darf, auch wenn es keine Bundesstraße mehr ist. Immerhin schrecke die Maut wahrscheinlich einige Brummifahrer ab. (mz)