Ehemailiger Beachclub Veritaskai

Harburg – Der Pulverdampf hat sich zwar gelegt, der Streit um Vergangenheit und Zukunft des Veritas Beachclubs schwelt aber weiter.

Eine Reihe von Bezirksabgeordneten hat ihren Antrag auf Akteneinsicht jetzt erweitert und neu formuliert. Das Bezirksamt stellt jetzt die Akten zusammen. Ein Termin, wann die Abgeordneten sie einsehen können, wurde noch nicht genannt. Auffallend: Die beiden FDP-Abgeordneten  Viktoria Pawlowski und Carsten Schuster haben den neuen Antrag nicht unterschrieben. Eine Begründung dafür nannten sie nicht.
Wie berichtet hatten zunächst 14 Bezirksabgeordnete von den Grünen, der Linken, der Neuen Liberalen, der AfD und der FDP Akteneinsicht verlangt. Sie wollen klären, ob es im Genehmigungsverfahren für den Beachclub irgendwelche Einflussnahmen gegeben hat, die auf Vetternwirtschaft schließen lassen. Britta Herrmann, Fraktionschefin der Grünen, hatte einen Antrag für die Bezirksversammlung so begründet: „Pikant ist, dass die Interessen der Eheleute Hornbacher oft von ihrem Schwager vertreten werden, der mal als Anwalt der Beachclub-Betreiber mal als CDU-Fraktionsvorsitzender agiert. Damit hier kein Verdacht der Vetternwirtschaft aufkommen kann, sollten städtische Flächen auch in Harburg nur noch in einem transparenten Vergabeverfahren vermietet, verpachtet oder verkauft werden. Ausschlaggebend darf nicht sein, wer die besten Beziehungen zur Kommunalpolitik hat.“
CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer hatte im Gegenzug auf die private Liaison der Grünen-Fraktionschefin mit dem Baudezernenten und ehemaligen Vorstandsprecher der Grünen in Köln Jörg Penner hingewiesen.
Der neue Antrag auf Akteneinsicht schließt jetzt auch die Suche nach möglichen Ersatzflächen, alle Bauvorbescheide sowie mögliche Gespräche mit anderen Beachclub-Betreibern ein. ag