160519BrandFischbek - Früher hatte die alte Fischbeker Schule Politik und Stadt nicht interessiert. Jahrelang ließ man das historische Fachwerkhaus, das im Besitz der Stadt war,

verrotten. Dann wurde die etwa 150 Jahre alte, ehemalige Dorfschule als Teil eines Paketes, bestehend aus 288 Einheiten städtischer Immobilien und Grundstücken, vor rund zwei Jahren an die SAGA/GWG verkauft. Eigentlich wurde die bis dahin unliebsame Halbrunie „untergeschoben“, wie CDU-Mann Ralf-Dieter Fischer zugibt. Anfang März gab ein Feuer dem Fachwerkhaus den Rest. Das Dach brannte aus. Das Gebäude wurde vom Löschwasser durchweicht. Mittlerweile hat die Kulturbehörde die Ruine in Augenschein genommen und festgestellt: Das der Rest der Dorfschule keinen Denkmalwert mehr besitzt und aus der Denkmalliste gestrichen wird. Damit könnte die SAGA/GWG die Ruine abreißen.

Das will die Politik verhindern. Sie hat plötzlich großes Interesse  an dem Gebäude. Denn durch das Feuer ist Geld für die Restaurierung da, vor der die Stadt sich als Eigentümer immer gedrückt hat. Es kommt von der Versicherung und würde jetzt an die SAGA7GWG fallen.. CDU und SPD haben jetzt einen Antrag eingereicht, um die Dorfschule möglichst zu erhalten und „die Grundeigentümerin und die zuständigen Fachbehörden aufzufordern, alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um den Wiederaufbau des Gebäudes, die Beibehaltung des denkmalgeschützten Ensembles und die von einem Investor angebotene Nutzung für kulturelle oder museale Zwecke zu ermöglichen“. zv

Veröffentlicht 19. Mai 2016