100429VerkehrsausschussHarburg - Rolf Buhs (CDU) fand ungewöhnliche Worte am Beginn des Stadtplanungsausschusses im Rathaus. Diese richteten sich in erster Linie an die etwa 40 Zuhörer, welche mit Plakaten gekommen waren, um ihre Interessen

bei der zukünftigen Verkehrsplanung kund zu tun. So erinnerte Buhs daran, dass Vortragende nicht zu unterbrechen sind und die Mitglieder des Verkehrsausschusses das Recht der ersten Fragen hätten. Danach ging es um das Verkehrskonzept für den Süden Hamburgs, in das nicht nur der Bezirk, sondern auch Wilhelmsburg, Finkenwerder und das südliche Umland eingeschlossen sind. Die Politik will die Rahmenbedingungen festzurren. Dafür sollen bestehende Gutachten zusammengeführt und zusätzliche erstellt werden. Erst ab Herbst können dann Richtungsentscheidungen fallen.
Die Zuhörer, die zu Beginn der Sitzung ihre Schilder hoch hielten, sich dann aber weitgehend an die Regeln hielten, haben da ihre ganz eigenen Vorstellungen. Die drehen sich in erster Linie um möglichst weitgehende Verkehrsberuhigung vor der eigenen Tür, findet CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. "Die Forderungen sind sehr populistisch und drehen sich nur um das, was vor dem eigenen Wohnzimmer passiert. Jeder möchte zwar immer überall hinkommen, aber keinen Verkehr vor der Tür haben." So seien viele der Forderungen nicht umsetzbar. Einige sind rechtlich nicht möglich. Von der Bremer Straße wird man, so Fischer, den Lkw-Verkehr nicht verbannen können, sie ist eine Bundesstraße.
Sicher ist auch, dass das Thema auch für die nächsten Monate viel Zündstoff beinhaltet. zv