160224HeimathHarburg – Die Bezirksversammlung beschäftigt sich nicht nur mit der Unterbringung von Flüchtlingen. In der Februar-Sitzung fasste sie auch einige wichtige Beschlüsse – zum Beispiel

nach einem Dringlichkeitsantrag der SPD. Jetzt soll möglichst schnell ein Vertreter der Deutschen Post berichten, welche Pläne das Unternehmen mit dem Paket- und Briefzentrum Hamburg-Süd an der Georg-Heyken-Straße in Hausbruch hat. Fraktionschef Jürgen Heimath (Foto): „Uns ist zu Ohren gekommen, dass das Zentrum dicht gemacht werden soll.“

harburg-aktuell.de hat bei der Deutschen Post DHL Group nachgefragt. Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt sagt klipp und klar: „Es gibt keinerlei Pläne, dieses Zentrum zu schließen.“ Trotzdem sollte abgewartet werden, was die Post den Harburger Politikern erzählt, denn Hogardt hatte zunächst die Existenz eines Paket- und Briefzentrums in Hausbruch ganz abgestritten. Später  korrigierte er sich und verkündete den Erhalt des Zentrums.

In einem weiteren Beschluss machte die Bezirksversammlung 90.000 Euro für den Betrieb des Freibads Neugraben und 5000 Euro für den Jahresempfang in Süderelbe locker.

Außerdem beschloss sie nach monatelangem Hickhack eine Liste von elf Straßen, die noch in dieser Legislatur „erstmals endgültig hergerichtet“ werden sollen. Kay Wolkau von den Neune Liberalen hatte immer noch Redebedarf, weil ihm die ganze Angelegenheit nicht transparent genug sei, aber CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer hatte die Faxen dicke, wollte über die Liste nicht mehr diskutieren. Bezirksamtsleiter Thomas Völsch sprang ihm zur Seite, und sagte, die Verwaltung habe beim Erstellen der Liste große Sorgfalt walten lassen: „Dieser Beschluss ist auch ein Signal: Die Bezirksversammlung bekennt sich dazu, dass die Straßen hergerichtet und dass die Bürger dann auch zur Kasse gebeten werden.“ AfD, FDP und Neue Liberale bekannten sich nicht und verweigerten der Liste die Zustimmung.

Nach dem Beschluss der Holsten-Brauerei, ihr Bier künftig in Hausbruch zu brauen und nach dem grünen Licht für den Logistikpark Neuland an der Autobahnanschlussstelle Harburg werden die Gewerbe- und Industrieflächen in Harburg langsam knapp. Deshalb soll das Bezirksamt ein Konzept für die Suche nach weiteren Flächen entwickeln. Jörg Penner, Dezernent für Bauen, Wirtschaft und Umwelt will das machen, bat aber um etwas Zeit: „Die Wirtschaftsbehörde macht gerade eine Analyse der verfügbaren Flächen in ganz Hamburg. Diese Erkenntnisse wollen wir abwarten.“

Beschlossen wurden schließlich auch die SPD-Initiative zur Entwicklung der Harburger Innenstadt mit mehr Wohnungen und die Idee der CDU, die Situation in der Moorstraße einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen und dabei zu prüfen, ob die Straße eventuell ganz dicht gemacht wird. ag

Veröffentlicht 24. Februar 2016