schwarzenbergHarburg – Im kommenden Jahr werden im Bezirk Harburg offenbar wieder tausende Flüchtlinge zusätzlich untergebracht werden müssen. Bereits am Freitag hatte Bezirksamtsleiter

Thomas Völsch den Ältestenrat der Bezirksversammlung über die Prognose der Senatskommission unterrichtet. Er war wie alle Bezirksamtsleiter zuvor über die Zahlen informiert worden. Danach werden in Hamburg in 2016 bis zu 40.000 zusätzliche Plätze, zur Hälfte jeweils als Erstaufnahme und Folgeeinrichtung, geschaffen werden mussen. Wie die Plätze auf die einzelnen Bezirke verteilt werden sollen, wurde nicht gesagt.

Bei einer gleichmäßigen Verteilung würden im Bezirk Harburg rund 5700 Plätze anfallen. Das würde bedeuten, dass im Bezirk Harburg noch einmal zwei riesige Flüchtlingsunterkünfte in der Größe der geplanten Unterkunft „Zum Wachtelkönig“ am Aschenland entstehen müssen, in der ab Februar 3000 Menschen Platz finden werden. Sollen es kleinere Unterkünfte werden, bräuchte man fast acht Anlagen wie die Unterkunft auf dem Schwarzenberg (Foto).

„Wir haben das mehr oder mindern mit einem Achselzucken hingenommen“, sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. „Es solle eine vermutlich verlässliche Prognose sein.“ „Man kommt aus dem Staunen nicht heraus“, sagt Jürgen Heimath, Fraktionschef der SPD. „Irgendwie müssen wir damit umgehen. Es wird keine große, es wird eine riesige Aufgabe.“ Viktoria Pawlowski von der FDP hofft, dass diesmal der Sozialindex bei der Verteilung der Flüchtlinge eine Rolle spielen wird, damit in ohnehin sozial schwachen Stadtteilen keine oder weniger Flüchtlingsunterkünfte entstehen.

Zuletzt hatte sich dien Bezirksaversammlung noch mit einem Ansinnen von fördern & wohnen auseinandersetzen müssen. Das städtische Unternehmen will drei zusätzliche Wohncontainer im Bereich der Unterkunft Wetternstraße aufstellen. Das war abgelehnt worden. „Mit solchen kleinteiligen Fragen“, sagt Fischer, „werden wir uns angesichts der Prognose in Zukunft nicht mehr beschäftigen müssen.“ zv