Die Ackerfete: Mehr als 700 Schüler feiern im Appelbüttler Tal. Foto: jojoAppelbüttel - Vor mehr als 20 Jahren begann sie als kleine Feier von Abiturienten des Immanuel Kant Gymnasiums (IKG) in Harburg. Mittlerweile zählt die Ackerfete zu den wohl größten unkommerziellen Partys zur Hochschulreife in ganz Hamburg.

Auch in diesem Jahr ließ sich der Abijahrgang des IKG nicht lumpen und lud in das Appelbüttler Tal. Unter schweren Auflagen des Bezirks schafften es die Schüler dennoch, die größte, unkommerzielle Party der Stadt auf die Beine zu stellen. Kein Sponsor steht dahinter, kein erfahrener Gastronom - hier stehen die Schüler selbst hinterm Tresen und bewirten die knapp 700 Gäste, die am Dienstag nachmittag das Appelbüttler Tal bevölkerten.

 

Zehn Euro zahlen, dafür ein Bändchen und eine Knolle Astra - so lautet der Deal an diesem Abend. Gegen die leere Flasche, gibt es eine volle. Mädels konnten erstmals in diesem Jahr auf Prosecco zurück greifen. Allerdings beides unter Auflage. War in den vergangenen Jahr der Bierkonsum noch unbegrenzt, so hat der Bezirk Harburg dieses Jahr ein Limit gesetzt. "Wir dürfen pro Person zwölf Bier oder sechs Prosecco verkaufen", erklärt Lukas Rieckmann, Leiter des Orga-Teams der diesjährigen Ackerfete.

Eine von vielen Vorgaben der Stadt. Waren die Ackerfeten bis vor fünf Jahren noch ganz ohne amtliche Vorgaben, so müssen die feiernden Abiturienten mittlerweile knapp 4.000 Euro berappen, um den Anforderungen der Stadt Herr zu werden. Dazu sollen neben mobilen Toiletten auch die Kosten der Polizei und Ordnungsamtskräfte sowie - ebenfalls erstmalig in diesem Jahr - Zäune an allen drei Eingängen zählen. "Ordner stehen an den Eingängen und kontrollieren, ob Gäste Alkohol mitbringen. Dieser wird dann eingezogen", erklärt Rieckmann. Nur durch Hilfe des IKG-Abijahrgangs von 2007, die großzügig mit einer Vorfinanzierung parat standen, war die Umsetzung der diesjährigen Ackerfete überhaupt erst möglich.

Ob durch die vielen Auflagen des Bezirks die Ackerfete an Charme verloren hat? Veteranen von damals sagen Ja. Neuankömmlinge, die dieses Event zum ersten Mal besuchten, schwärmten. An den Turntables sorgte Bene für Stimmung. Bereits seit neun Jahren steht er auf der Ackerfete mit der passenden Musik parat - heizt dem Publikum ab dem frühen Nachmittag ein. 

Von Seiten der Polizei wurden übrigens keine negativen Ereignisse berichtet.  Die Ackerfete - wohl nicht nur Hamburgs unkommerziellste Abiparty, sondern auch in diesem Jahr die gewaltfreieste. (jojo)

Seit neun Jahren als DJ dabei: Bene an den Turntables. Foto: jojo
Sicherheit geht vor: Ordner kontrollierten an den drei Eingängen Taschen der Besucher. Foto: jojo
 Team Leiter der diesjährigen Ackerfete: Lukas Rieckmann. Foto: jojo

 

 Hier gehts zur Bildergalerie