Olaf Preuß (v.l.). verabschiedet Jürgen Toedter und Ehefrau Renate in den Ruhestand. Foto: strHarburg - Ende Oktober dieses Jahres ist für ihn „Schluss“: Jürgen Toedter. Der 62-jährige, vereinsübergreifend bekannte Rönneburger war, mithilfe seiner Frau Renate (60), dreißig Jahre lang der Platzwart der FSV Harburg an der Außenmühle.

Dazu“, ergänzt der geborene Harburger und gelernte Maschinenschlosser, „habe ich mich um die Aufsicht und Organisation von Sportfesten und den wöchentlichen Schulsport, diverse Reparaturarbeiten beziehungsweise den Kiosk vor Ort gekümmert. Ich war aber auch ein zwischenmenschlicher Ansprechpartner in vielen Lebenslagen.“

 

Ein Arbeitstag in der Woche von Jürgen Toedter begann in der Regel früh morgens zwischen sieben und acht Uhr und endete „häufig um halb zehn abends“, sagt seine Frau Renate. Und am Wochenende kamen noch die Fußballspiele der Mannschaften hinzugekommen.

„Wir hatten viele Jahre eine Sieben-Tage-Woche, bis wir eine Montags-Vertretung bekamen“, erinnert sich der leidenschaftliche Schäferhundzüchter Toedter, der seit 41 Jahren mit seiner Ehefrau Renate, einer begeisterten Chorsängerin, verheiratet ist. Mit ihr hat er zwei Kinder und drei Enkelkinder.
Langeweile sei, trotz der vielen Arbeitsstunden, nie aufgekommen. „Besonders die Zusammenarbeit zur Zeit des Verbandsligaaufstiegs im Jahr 1982 mit FSV-Trainer Ditschi Ripp - meiner Meinung nach ein Paradiesvogel - war aufregend. Wir sind dem Verein insgesamt dankbar“, meint Toedter, der unter anderem seine Schulzeit am Kirchenhang in Eißendorf verbrachte.

Es habe ihm und seiner Frau, beide Schweden- und Fußball-Fans, Spaß gemacht, derzeitige Funktionäre wie Olaf Preuß (41) oder Mitglieder wie Dennis von Soosten (39) bei der FSV Harburg von Kindheit an aufwachsen zu sehen.
„Ja, das ist richtig“, stimmt Dennis von Soosten zu. „Jürgen war da, seit ich als kleiner Junge angefangen habe, Fußball zu spielen. Das wird irgendwie komisch ohne ihn.“

Und FSV-Vorstandsmitglied Olaf Preuß ergänzt. „Er hat sich immer gekümmert, hatte seine Prinzipien, wie man sich auf der Sportanlage zu verhalten hat und war sehr zuverlässig. Wir von der FSV Harburg bedanken uns alle für die tolle Zusammenarbeit und wünschen der Familie Toedter alles Gute für die Zukunft. Wir werden uns im Vereinsheim Entennest wieder sehen.“

Das Ehepaar Toedter freue sich jetzt auf mehr Privatleben. „Ich werde mich“, so Jürgen Toedter, „um mein Hobby, das Segeln, kümmern. Dafür habe ich vom Verein ein Fernglas mit Kompass als Abschiedsgeschenk bekommen.“