110416Musikpreis15Harburg - Er ist so etwas wie die „Stimme von Harburg“.  Nicht offiziell, aber wenn der NDR schon mal auf 90.3 aus dem schönen Süden von Hamburg berichtet, dann ist meistens Werner Pfeifer am Mikrofon. Und die Harburger

merken schnell, „das ist einer von uns“. Zumindest kennt er sich hier aus.

Der Rundfunk-Journalist war 1995 im Binnenhafen aufgetaucht, hatte einen Liegeplatz für seine alte HADAG-Hafenfähre „Stadersand“ gesucht und gleich neben der Schleuse auch gefunden. „Zuerst hab ich mich ein wenig gegen Harburg gesträubt“, sagt Pfeifer. „Die große Liebe begann ganz allmählich.“

Inzwischen haben ihn die Harburger „eingemeindet“, auch wenn er hier nicht ständig wohnt. Dass der Musiker Werner Pfeifer seine erste CD auf der „Stadersand“ in Harburg aufgenommen hat, rechnen ihm die Harburger hoch an. Und deshalb hat Pfeifer für sein Debütalbum „kleiner ozean“ vor einem Jahr auch den Harburger Musikpreis bekommen. Die Stimme von Harburg eben. Jetzt fehlt nur noch eins: Werner Pfeifer möchte mit seiner Band gerne mal im Rieckhof auftreten. Das wäre dann ein Heimspiel.

Heute, bei der „Nacht der Lichter“, ist Pfeifer natürlich auch an Bord und lädt auf seine „Stadersand“ ein. Etwas abseits des Haupttrubels bietet die alte Elbfähre den besten Blick, und ab 18 Uhr gibt’s Seemannsgeschichten, gelesen von Hafenkapitän Andreas Brummermann, Hafenlieder von Werner Pfeifer und dazu deftig, maritime Snacks im „Café Kleiner Ozean“. Später dann lange noch Musik auf dem Oberdeck.

Pfeifer: „Eingeladen sind alle die, die den Harburger Binnenhafen noch nicht oder nicht so gut kennen und Lust haben, den Abend an einem besonders lauschigen Ort zu verbringen.“

Anfahrt zur „Stadersand“: Vom Kanalplatz (da wo die Buden und Bühnen sind) gibt es einen Bootsshuttle (für 2,- Euro), eine Bimmelbahn fährt auch außenrum und zu Fuß kommt man gut über die Schleuse zu uns. Wer direkt beim Schiff parken möchte, sollte das besser nicht tun. Es könnte Stress mit einem Nachbarn geben. mag