110127EmpfangHeimfeld – Es war sehr philosophisch beim Jahresempfang der Sparkasse Harburg-Buxtehude im großen Festsaal im Privathotel Lindtner. Vor allem war der Vortrag sehr amüsant und erhellend. Denn was Besteller-Autor Dr. Richard David Pecht

den 600 Gästen über Moral und Sozialverhalten erzählte, wie er die Durchführung von Forschungsversuchen mit Affen rüber brachte, deren Ergebnisse ganz klar erklärten, warum Manager immer mehr verdienen wollen oder warum die Erhöhung von Hartz IV nichts bringt, war für die Masse der Zuhörer schon plausibel.

Am Ende waren vor allem die Gäste angenehm überrascht, die einen zu philosophischen Vortrag und damit einen zäh dahin fließenden Abend befürchtet hatten. Es flutschte. So bekam Precht, der in einer alternativen, unkonventionell bürgerlichen Familie aufwuchs, beim anschließenden „gemütlichen“ Teil im Foyer und in den kleinen Sälen gute Kritiken.

Nebenbei ging sein populärwissenschaftliches Philosophiebuch „Wer bin ich – und wie viele“, das ihn 2007 über Nacht zum Shootingstar der deutschen Bestseller-Autoren machte, so gut wie das Bier an den Zapfanlagen über den Tresen.

Für die Sparkasse Harburg-Buxtehude, die in den vergangenen Jahren auf Medien-Menschen wie Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar oder war "Mr. Tagesthemen" Tom Buhrow gesetzt hatte, wieder eine gelungende Veranstaltung. Das lag neben dem Redner auch an den Gästen aus Wirtschaft, Kunst, Kultur, Politik oder Verwaltung, die dem Jahresempfang das Gewicht gaben. Die meisten Hände schüttelte Frank Horch, der unter einem von den SPD geführten Senat in Hamburg Wirtschaftssenator werden soll. zv

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