Harburg - "Wenn ich mal sterb, grabt mich untern Asphalt, das finde ich gut, das finde ich stark", heißt es in seinem Song Straßenhund. Das wird nicht passieren. Gunter Gabriel bekommt

eine Seebstattung. Vorher kamen in Harburg, genau einen Monat nach seinem Tod, Familie, Freunde, Weggefährten zusammen, um um den "Hafencowboy" Gunter Gabriel zu trauern. Gabriel hat vier Kinder.

Am Dampfschiffsweg, Höhe "Bei Rosi" traf sich die Trauergemeinde. Dann ging es per Barkasse vom Anleger quer über die Süderelbe zu Reiherstieg-Schleuse und weiter durch Wilhelmsburg zur Flussschifferkirche nach Hamburg. Gunter wollte "keine pompöse Bestattung". Deshalb die Trauerfeier im "kleinen Kreis" am Sonnabend. Die Familie, darunter sein Enkel, und engste Freunde waren am Abend vorher im "momento di" am Veritaskai gewesen. Nach der Trauerfeier am Sonnabend ging es zurück nach Harburg zu Gabriels Lieblingskneipe "Bei Rosi".

Gunter Gabriel war am 22. Juni in einem Krankenhaus in Hannover an den Folgen eines Treppensturzes gestorben. Der war bereits elf Tage vorher an seinem Geburtstag passiert. Zuvor hatte der Countrysänger mit seiner Lebensgefährtin und Freunden im Hotel "Waldesrand" in Herford gefeiert. Dort war er Stammgast. Auf dem Weg in sein Zimmer stürzte er auf einer Steintreppe. Dabei erlitt er einen dreifachen Wirbelbruch. Die Schwere der Verletzung war erst am nächsten Tag erkannt worden. Mehrere Operationen waren nötig. Davon erholte er sich nicht.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Gunter Gabriel in Harburg. Beim Binnenhafenfest war er einen Tag vor seinem Geburtstag aufgetreten und hatte zusammen mit Musikern vom Musikertreff der Kulturwerkstatt Harburg und der Finkenwerder Jamsession einige songs gespielt. Gabriel, die auf seinem im Binnenhafen liegenden Hausboot lebte, hatte unbedingt beim Binnenhafenfest spielen wollen. Es war seiner erster Auftritt im Rahmenen des Festes gewesen. zv