160409TrepollNeugraben - Ärger für André Trepoll, Abgeordneter aus dem Wahlkreis Süderelbe und Fraktionschef der CDU im Hamburger Rathaus. Betrüger haben seine Daten benutzt,

um im Internet einzukaufen. Das Vorgehen: Die oder der Täter besorgten sich neben seinen Namen auch sein Geburtsdatum, das unter anderem auf der Internetseite der Bürgerschaft oder bei Wikipedia zu finden ist, erstellten eine E-Mail-Adresse mit seinem Namen und gaben eine falsche Anschrift an. Das reichte, um kurz vor Weihnachten mehrfach Bestellungen aufzugeben und die Ware zu bekommen. Gezahlt wurde nicht. Trepoll erfuhr erst Ende Februar un Mitte März durch eine Inkasso-Firmen von den Betrügereien. Rechnungen waren vorher offenbar an die flasche Adresse gegangen. Die Inkasso-Firmen forderten ihn auf, die fälligen Beträge samt Mahngebühren zu überweisen. "Was bestellt wurde, weiß ich nicht", sagt Trepoll. In den Schreiben war nur von "Warensendungen" die Rede. In einem Fall waren es rund 1100 Euro, im anderen Fall, bei Zalando, waren es rund 250 Euro. "Ich habe Widerspruch eingelegt und Strafanzeige erstattet", sagt Trepoll.

Er ist nicht das einzige Polit-Opfer. Auch auf die Namen anderer Bürgerschaftabgeordneter bestellten vermutlich die selben Täter Waren im Internet. zv

Veröffentlicht 9. April 2016