150714hitHeimfeld - Sie lebt in Buchholz, sie malt in Acryl, sie liebt Frankreich ¬ bis zum 28. August 2015 sind die Bilder der in Berlin geborenen Malerin Elke Kegel-Judis auf zwei Etagen im

hit-Technopark zu sehen. Schichten, Überlagerungen, immer wieder neue Oberflächenzustände und eine deutlich wahrnehmbare Entrücktheit kennzeichnen die Bilder der Malerin, die mittels erkennbarer Gegenständlichkeit das Unsichtbare in unserer Welt zum Vorschein bringt.

Die Frage, was sich hinter Türen und Fenstern unter südlicher Sonne verbirgt, ob sie zu öffnen sind oder verschlossen bleiben, rückt den Menschen als Suchenden in den Mittelpunkt. Das Individuum, das im Erleben und Vorantreiben von Wissenschaft und Forschung und zunehmender Erkenntnis immer auf der Suche bleibt.

Metall und Sand als Symbole von Unverrückbarkeit und Vergänglichkeit werden in den Bildern von Elke Kegel-Judis verarbeitet und so selbstverständlich und folgerichtig integriert, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verschmelzen und zu einer Einheit werden. Das Gemälde "Holztür mit Schere", mit Sand- und Erdfarben gemalt und mit  Fund- und Versatzstücken aus der Region kombiniert, zeigt - wie eine gemalte Liebeserklärung - Charakteristisches im Süden Frankreichs. Daneben ist neben einer fundamentalen Vererdung das Blau des Himmels in vielfältigen Abstufungen und Farbvarianten, beispielhaft in dem Bild "Fensterladenkreuz nachtblau" zu sehen, quasi als bildgewordene Entrückung. Die Kulmination von warmen Erdtönen und entferntem Blau gipfelt in dem Gemälde "Mauer-Stilleben mit Schattenform".

Die Künstlerin sagt zu ihren Bildern, die im südfranzösischen Languedoc entstanden sind: „Es fasziniert mich, den Einwirkungen der Zeit an Dingen und Wänden nachzuspüren und stilles Leben wieder in Bildern sichtbar werden zu lassen“.

Die Ausstellung im hit-Technopark, Tempowerkring 6, ist Montag bis Frreitag  8:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. dl

Veröffentlicht 14. Juli 2015