100326Premiere1Harburg - Sich ein halbes Jahrhundert zurückversetzen lassen. Dabei sein, wenn Linda Pfeiffer, die Cousine von Fußballkapitän Fritz Walter, vergeblich versucht ihr kleines Lokal "Pfälzereck" im Wirtschaftswunder-Deutschland zum Laufen zu bringen und ihre Mutter ein Fernsehgerät beschafft, um den Laden mit Fußballübertragungen anläßlich der Weltmeisterschaft zu retten. Das ist grob der Inhalt der Komödie "Das Wunder von Bern", welche Donnerstagabend im Helmssaal Premiere hatte und noch bis zum 9. April läuft. Die Schauspieler Tommaso Cacciapuoti, Sarah Diener, Hannelore Droege, Klaus Falkhausen, Dirk Hoener, Markus Mössmer, Svenja Pages und Matthias Pantel bieten gekonnt amüsante Unterhaltung. Natürlich geht es um Wunder. Und das im doppelten Sinne. Denn eigentlich war das Projekt "Fernseher" zum Scheitern verurteilt. Deutschland war damals in keinster Weise Favorit. Doch die Mannschaft kam bis ins Endspiel und damit die Gäste ins "Pfälzereck". Der Rest ist Geschichte, wie das leidenschaftliche "Tor, Tor, Tor" von Radioreporter Herbert Zimmermann. Der Endspielsieg gegen die hochfavorisierten Ungarn war das "Wunder von Bern". Man darf noch einmal dabei sein, wenn Deutschland mitfiebert. Toll gespielt. Das ist Theater, das Spaß macht. zv