150609Konzert1Harburg – Seit dem ersten Tag unterstützt die Sparkasse Harburg-Buxtehude das Buxtehude International Music Festival, das Gründer Dieter Klar in einem

launigen, nicht ganz nüchternen Moment vor sieben Jahren mit Pianisten Haíou Zhang auf eine Erfolgsschiene brachte. Erstmal wird jetzt auch Harburg Spielort sein. Am 9. Juli wird der Weltklasse-Pianist im Speicher am Kaufhauskanal am Flügel sitzen und Werke von Beethoven und List spielen.

Für Sandra Becker, Direktorin der für den Regionalbereich Nord in der Sparkasse Harburg-Buxtehude ist das Konzert „ein Brückenschlag nach Harburg“ und eine „riesige Chance“. Der Speicher am Kaufhauskanal sei eine Location, über die man schon in der Entstehungsphase begeistert war und die „wirklich großartig geworden ist“. Und auch Haíou Zhang , der am Dienstag erstmals den Speicher in Augenschein nahm und spontan am Flügel eine kleine, aber großartige Kostprobe seinen Könnens gab, zeigte sich von dem neuen Kulturstandort beeindruckt.

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Haíou Zhang im Speicher am Kaufhauskanal. Foto: zv

Am 9. Juli wird er dort unter anderem die Klaviersonate Nr. 14 in cis-moll Op. 27/2 „Mondschein“ und die Klaviersonate Nr. 21 in C-Dur Op. 57 „Waldstein“ spielen. Die Gäste dürfen sich nicht nur auf ein herausragendes Musikereignis, sondern auch  auf einen eloquenten Pianisten freuen, der keinerlei Berührungsbarrieren zum Publikum hat. Der 30-Jährige aus Hohot, der 2,1 Millionen Einwohner zählenden  Hauptstadt des autonomen Gebietes der inneren Mongolei in China,  zählt zu den erfolgreichsten Pianisten seiner Generation. Seine Musikbegeisterung wurde spät geweckt. Als Siebenjähriger hörte er erstmals Beethoven von einer Kassette. Als Achtjähriger saß er am Klavier. Zwei Jahre später wurde er am Zentral Konservatorium für Musik in Peking aufgenommen. Nach Deutschland kam er 2003, wo er zunächst an der Hochschule für Musik in Hannover bei Prof. Bernd Goetzke studierte. Dessen Klavierklasse gilt als die Kaderschmiede in der Musikwelt.

Beim Festival in Buxtehude ist Haíou Zhang musikalischer Leiter und Mitbegründer, was seine Teilnahme über die zunächst ausgemachten „mindestens fünf Jahre“ annehmen lässt. Das Festival selbst hat sich zu einem der wichtigsten Veranstaltungen dieser Art in Norddeutschland entwickelt. In diesem Jahr wird es vom 3. Bis 19. Juli 15 Konzerte an 14 verschiedenen Tagen geben. Wer dabei sein möchte, wird sich ranhalten müssen. Die Karten für diesen ganz besonderen Musikgenuss sind schnell verkauft. zv